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11.20
15:32

Enge Versorgungssituation mit Getreide in der EU

Das Getreideangebot in Europa könnte sich in dieser Saison trotz der Corona bedingten Lock-Downs verringern, da Gerste weiterhin nach China exportiert wird und heimischer Weizen geringere Maisimporte ausgleichen muss, sagte Strategie Grains.
In ihrem Monatsreport senkte das Analystenunternehmen seine Prognose für Maisimporte in die Europäische Union und Großbritannien im Jahr 2020/21 um fast 2 Millionen Tonnen auf knapp 17 Millionen Tonnen. Das liegt an den höheren Preisen am Weltmarkt, verursacht durch eine enttäuschende ukrainische Ernte und einer hohen chinesischen Nachfrage.
Die Prognose für Weizenimporte wurden ebenfalls gesenkt, da ukrainischer Weizen in der EU weniger wettbewerbsfähig geworden ist. Währenddessen wird mehr Weizen aus der heimischen Produktion als Viehfutter verwendet, so Strategie Grains.
Um den Futtermittelbedarf der EU zu decken und weil weniger Getreide importiert wird, wird das Angebot hierzulande noch knapper. Selbst wenn der zweite Lock-Down zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus den Verbrauch drosselt.
Ihre Prognose der Weizenmehl Nachfrage senkt Strategie Grains um 900.000 Tonnen, während die Nachfrage nach Braugerste um 600.000 Tonnen gesenkt wurde, sagte Strategie Grains, weil der Konsum in Restaurants und Imbisslokalen sinkt.
Wegen einer um 400.000 Tonnen auf 7,4 Millionen stark angestiegenen Nachfrage Chinas nach EU-Gerste im Jahr 2020/21 ist dieser Markt in der EU gut geräumt. In Großbritannien und Spanien gibt es aber noch einen Gerstenüberschuss, der jedoch noch nicht angeboten wird.
Die prognostizierten Weichweizenexporte aus der EU und Großbritannien wurden von 25 Millionen im Oktober auf 24,3 Millionen Tonnen gesenkt. Die Analysten kommen zum Schluss, dass die EU-Weizenpreise an Wettbewerbsfähigkeit im Ausland verlieren müssen, um ausreichende Lagerbestände in Europa zu erhalten.
Die Weizen Anbaufläche zur Ernte in 2021 schätzt Strategie Grains 9% höher als in diesem Jahr. Wenn dann Russland im kommenden Jahr wieder mehr Getreide erzeugt, könnte sich die enge Versorgungslage lindern.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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