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10.20
10:55

EU-Landwirtschaftsminister unterstützen grünes Landwirtschaftsprogramm

Die Landwirtschaftsminister der Europäischen Union haben am Mittwoch vereinbart, einen Teil des riesigen agrarpolitischen Haushalts der Gemeinschaft für Programme zum Schutz der Umwelt bereitzustellen.
Die EU nähert sich dem Ende eines zweijährigen Kampfes um eine Überarbeitung ihrer Agrarpolitik, um zu versuchen, sie an die Klimaschutzverpflichtungen des Blocks anzupassen und gleichzeitig den Lebensunterhalt der Landwirte zu sichern.
Die gesamte Agrarpolitik wird etwa ein Drittel des EU-Haushalts von 1,1 Billionen Euro für den Zeitraum 2021-27 aufsaugen, der zwischen Direktzahlungen an Landwirte und anderer Unterstützung für die ländliche Entwicklung aufgeteilt wird.
Die Minister waren sich einig, dass 20% der Zahlungen an die Landwirte für umweltfreundliche Programme wie ökologischen Landbau oder Agroforst bestimmt sind. Landwirte können nur für solche Zwecke diesen Teil der Unterstützung erwarten.
Die neuen Regelungen sollen ab 2023 beginnen. Die Minister einigten sich auf eine zweijährige Pilotphase für die grünen Systeme, was bedeutet, dass sie ab 2025 verbindlich werden. Einige Länder hatten Bedenken geäußert, dass die Bindung an Umweltziele dazu führt, dass das Geld nicht ausgegeben wird.
"Wir können es nicht einfach den Mitgliedstaaten überlassen, zu entscheiden, ob Ökosysteme eingesetzt werden oder nicht. Und wenn ja, welches Geld zur Verfügung gestellt wird", sagte die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Kloeckner, die das Treffen leitete.
Mit landwirtschaftlichen Flächen, die 40% der gesamten EU ausmachen, hat die Landwirtschaft einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen sowie der natürlichen Lebensräume Europas.
Die Landwirtschaft sei die größte Bedrohung für die Natur in Europa. Intensive Anbautechniken mit dem Einsatz von Pestiziden und einer künstlichen Bewässerung, teilte die EU-Umweltbehörde am Montag mit.
Aktivisten sagten, der Anteil von 20% für umweltfreundliche Programme sei zu niedrig. "Die Landwirtschaftsminister setzen weitgehend eine Agrarpolitik fort, die das Geld der Steuerzahler bis mindestens 2027 in die umweltverschmutzende, industrialisierte Landwirtschaft steckt", sagte Jabier Ruiz, Senior Policy Officer des WWF.
Die agrarpolitischen Verhandlungen enden nicht mit dem Deal vom Mittwoch. Nun müssen noch die EU-Länder mit dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission eine Einigung über die Regeln erzielen. Das Parlament stimmt diese Woche über die Politik ab.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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