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14:45

EU-Weizen insgesamt in guter Verfassung

Der Zustand der Winterweizenbestände in der EU ist nach Meinung von Exporten zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut. Es wird erneut eine große Ernte und ein entsprechend hohes Exportpotenzial erwartet.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU, befinden sich die Winterweizenbestände in einem guten Zustand. Die Anbaufläche ist die größte seit 80 Jahren und man rechnet mit einer großen Ernte im kommenden Jahr. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Anbaufläche für Winterweizen auf 5,2 Mio. Hektar. Frankreich litt in diesem Jahr unter ungünstigen Wetterbedingungen und fuhr die schlechteste Ernte seit 30 Jahren ein. Gegenwärtig seien keine größeren Probleme zu erkennen. Die Aussaat erfolgte in relativ warme Böden, die ein schnelles Pflanzenwachstum ermöglichten. Später führten die kälteren Temperaturen zu einer leichten Verlangsamung des Wachstums. Insgesamt wird der Zustand aber als „robust“ beschrieben. Auch im letzten Winter wurde von einer guten Entwicklung berichtet, im Frühjahr haben dann jedoch heftige Niederschläge die Bestände geschwächt.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist der Weizen ebenfalls in guter Verfassung. Basierend auf Saatgutverkäufe ist die Anbaufläche mit 3,2 Mio. Hektar unverändert groß.
Beim drittgrößten Weizenproduzenten der EU, dem Vereinigten Königreich, hat sich der Zustand der Winterweizenbestände in den vergangenen Wochen in Folge dringend benötigter Niederschläge verbessert. Generell wird der Zustand als „gut“ bewertet. Der Start der Saison war schwierig. Im Südosten war es während der Aussaat zu trocken. Die Bedingungen haben sich seitdem aber verbessert und die Bestände haben sich gut entwickelt. Auf 1,8 Mio. Hektar wird die Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 geschätzt versus 1,823 Mio. Hektar zur Ernte 2016.
In Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten der EU, sieht es weniger positiv aus. Die Winterweizenanbaufläche ist auf 1,7-1,8 Mio. Hektar gesunken versus 1,9 Mio. Hektar in der vorherigen Saison, so Wojtek Sabaranski, Analyst bei Sparks Polska. Der Grund dafür ist das schlechte Wetter während der Aussaat und die größere Anbaufläche für Rapssaat aufgrund der höheren Profitabilität. Gegenwärtig wird von einem „gemischten“ Zustand gesprochen, abhängig vom Aussaattermin und der Region.

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