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FAO-Index steigt seit 3 Monaten

Die Lebensmittelpreise sind weltweit den dritten Monat in Folge gestiegen. Dazu trugen in erster Linie Preise von Grobgetreide, Gemüse, Pflanzenöle und Zucker bei. Das teilte heute Morgen die Agentur für Lebensmittel der Vereinten Nationen (FAO) in Rom mit.
Die Organisation berechnet jeden Monat einen Index, der die Preisveränderungen von einem Korb von Lebensmitteln erfasst. In den Korb sind Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker. Im August gab es einen Index von 96,1 Punkten. Im Juli lag er noch bei 94,3 Punkten.
Die Experten in Rom berichten, dass die Welt-Getreideernte in 2020 einen neuen Mengenrekord erreicht. Der Getreidepreisindex stieg im August gegenüber dem Vormonat um 1,9% und damit 7% über dem Wert des Vorjahres.
Unter den großen Getreidearten stiegen die Preise für Hirse, Gerste und Reis am stärksten. Auch die Maispreise stiegen deutlich, weil im Mittleren Westen der USA Anfang August ein Unwetter herrschte und große Schäden anrichtete.
Der Pflanzenöl-Index stieg seit letztem Monat um 5,9% und erreicht damit das Niveau von vor der Corona-Zeit. Preise für Palmöl waren sehr fest, da sich in den großen Exportnationen die Erzeugung verzögerte. Zudem stieg die weltweite Nachfrage. Das beides zusammen wird wohl die Vorräte verringern.
Der durchschnittliche Zuckerpreisstieg seit Juli um 6,7%. Als Grund dafür wird das trockene und heiße Sommerwetter in Europa und in Thailand genannt. China kaufte hingegen viel und trieb damit die Preise in die Höhe.
Im Gegensatz dazu blieb der Index für Milch und Milchprodukte nahezu unverändert. Sinkende Preise für Käse und Vollmilch wurden durch feste Notierungen bei Butter und Magermilchpulver kompensiert.
Der Fleischindex war ebenfalls weitestgehend stabil. Rind- und Geflügelfleisch schwächelten im Preis während Schweinefleisch nach vier Monaten Schwäche nun wieder teurer wurde. Auch hier war Chinas Nachfrage der Preistreiber.
Die Prognose für die 2020er Getreidesaison sank um 25 Mio. Tonnen, hauptsächlich weil die US-Maisernte unwetterbedingt kleiner erwartet wird. Trotzdem soll die diesjährige Getreideernte mit 2,765 Mrd. Tonnen (+3% gegenüber 2019) einen neuen Rekord bringen.
Die Maisernten in Argentinien und Brasilien werden wohl neue Rekorde knacken und auch die Welt-Hirse-Ernte steigt um 6% gegenüber dem Vorjahr. Die Reisernte der Welt wird in 2020 ebenfalls einen neuen Rekord verbuchen können, so die FAO.
Die Prognose für den Getreideverbrauch in 2020/21 liegt bei 2,746 Mrd. Tonnen, was 2% mehr als in 2019/20 wären. Die Getreide-Endbestände am 30.06.2021 sollen dann 895,5 Mio. Tonnen betragen. Im Juli waren das noch 33,4 Mio. Tonnen mehr.

Quelle
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