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08.20
12:39

Frankreich exportierte im Juli mehr Gerste in EU-Drittländer als Weizen

Die französischen Weizenausfuhren aus der EU sanken im Juli auf das niedrigste Niveau in den letzten zehn Jahren. Die umfangreichen Exporte in der Saison 2019/20 finden damit ein jähes Ende. Inzwischen exportiert Frankreich mehr Gerste als Weizen in Länder außerhalb der EU.
Die Weichweizenausfuhren im Juli in Drittländer kommen auf 432.000 Tonnen. Der Juli ist der erste Monat in der neuen Vermarktungssaison 2020/21. Die Ausfuhren jetzt waren 216.000 Tonnen kleiner als im Juli 2019 und die kleinste Menge eines Julis seit 2009/10.
Weizen ist übers gesamte Wirtschaftsjahr gesehen Frankreichs größtes Ausfuhr-Getreide. Im letzten Monat wurde mit 480.000 Tonnen aber mehr Gerste in Drittländer ausgeführt. Die Menge beinhaltet 336.000 Futtergerste und 111.000 Tonnen Braugerste, die alle nach China verschifft wurden.
Alle Getreideexporte Frankreichs kommen im Juli auf 541.000 Tonnen. Der Juli ist in Frankreich typischerweise ein ruhiger Exportmonat für Weizen, da Händler auf das neue Angebot aus der Landwirtschaft warten. In diesem Jahr ist die französische Weizenernte aber sehr klein. Die kleinste Menge seit Jahren.
Das Beratungsunternehmen FranceAgriMer erwartet, dass in der Saison 2020/21 aus Frankreich nur 7,75 Mio. Tonnen Weichweizen ausgeführt werden, das wären 43% weniger als in der Saison zuvor und die kleinste Menge der letzten vier Perioden.
Im Juli war Algerien wieder einmal der bedeutendste Drittlandmarkt mit einer Menge von 182.000 Tonnen französischem Weizen.
Ausfuhren über den Seeweg in die EU und nach Großbritannien beliefern sich auf 133.000 Tonnen Weizen und 251.000 Tonnen über alle Getreidearten.
Die meisten französischen Getreideexporte im Juli in die EU gingen aber über nicht über die Seehäfen ins Ausland. Nimmt man alle Juli Getreideexporte über Frankreichs Seehäfen, inklusive Weizen, Gerste, Braugerste, Mais und Durum zusammen, so ist die Menge von 1,17 Mio. Tonnen die kleinste Exportmenge seit der Saison 2017/18.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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