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09.18
10:29

Frankreich: Landwirtschaftsministeriums korrigiert Ernteschätzung

Der trockene und sehr heiße Sommer in Frankreich führt nach Einschätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums zur einen starken Rückgang der Mais- und Zuckerrübenproduktion und bestätigt das vorherrschende Bild einer kleineren Ernte in Frankreich.
In dem heute veröffentlichten Gutachten senkte das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Maisernte auf 12,4 Mio. Tonnen. Das sind 400.000 Tonnen weniger, als noch im Vormonat erwartet wurde und 12,8% unter dem Ergebnis aus 2017.
Die Prognose der Zuckerrübenproduktion wurde um 11,1% niedriger geschätzt auf 41,1 Mio. Tonnen (Vorjahr: 46,3 Mio. Tonnen).
Mais und Zuckerrüben werden derzeit geerntet.
Die Sommerernte (Mais, Sonnenblumen und Zuckerrüben) zeigen deutliche Effekte einer intensiven Hitze und Trockenheit.
Frankreich gehört zu den Ländern, die unter den schwierigen Wetterbedingungen in diesem Jahr gelitten haben, allerdings weniger, als die nördlichen Länder wie Skandinavien und Teile von Deutschland.
Für Körnermais liegt die reduzierte Ernteprognose 13,9% unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts. Das Ministerium warnte zudem, dass ein Teil der Maisernte als Futtermais auf den landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt wird. Die meisten Händler erwarten einen stärkeren Rückgang der französischen Körnermaisproduktion auf rund 11-11,5 Mio. Tonnen.
Die Produktionsprognose des Ministeriums basiert auf einem erwarteten nationalen Ertrag von 9,09 Tonnen pro Hektar (t / ha) gegenüber 10,37 t / ha im letzten Jahr. Bei den Zuckerrüben werde der erwartete Durchschnittsertrag von 95,16 t / ha im Jahr 2017 auf 85,07 t / ha sinken. Damit läge die Produktion immer noch 10,6% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Das spiegelt eine hohe Anbaufläche wider nach dem Ende der EU-Produktionsquoten im vergangenen Jahr.
Für Weichweizen, Frankreich Haupt-Getreideart, reduzierte das Ministerium die Produktionsschätzung von 35,1 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 34,55 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 5,5% zum Vorjahr und 3,7% im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt. National wird ein Durchschnittsertrag von 7,02 t / ha erwartet (Vormonat: 7,11 t / ha).
Das Ministerium wiederholte, dass der Weizen unter den heftigen Niederschlägen im Frühjahr gelitten hat, was auch Auswirkungen auf Gerste und Rapssaat hatte.
Die Schätzung der Gersteproduktion wurde revidiert auf 11,55 Mio. Tonnen (Vormonat: 11,8 Mio. Tonnen). Zur Vorjahresernte wäre das ein Rückgang um 4,5%. Bei der Wintergerste wird ein Rückgang um 6,7% auf 8,5 Mio. Tonnen erwartet, der durch den Anstieg der Sommergerste-Produktion um 2,2% auf 3,1 Mio. Tonnen teilweise ausgeglichen werden kann.
Bergauf geht es hingegen bei der Rapssaat-Produktion, die Schätzung steigt um 200.000 Tonnen von 4,6 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 4,8 Mio. Tonnen. Das wäre allerdings immer noch ein Rückgang zum Vorjahr um 10,6% und zum 5-Jahres-Durchschnitt von 5,1%.

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