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11.23
08:48

Frankreichs Weizenbestände werden höher erwartet

Um 3,50 Euro ging es zur Wochenmitte für den Frontmonat beim Weizen an der Euronext/Matif südwärts. Der Dezember-Termin schloss bei einem Kurs von 228,25 Euro/t. Vor allem die Schätzungen der französischen Agrarbehörde FranceAgriMer lastete auf der Preisentwicklung. Wegen der aktuell schwachen Exportnachfrage rechnet die Behörde zum Saisonende mit Endbeständen von 3,06 Mio. Tonnen, was den höchsten Wert der letzten sechs Jahre darstellen würde. Zuvor ging FranceAgriMer noch von 2,78 Mio. Tonnen aus. Zwar rechnet man dennoch mit einer erhöhten Nachfrage aus Drittsaaten, die Verladungen innerhalb Europas dürften aber von bisher erwarteten 7,33 Mio. Tonnen auf 6,79 Mio. Tonnen geringer ausfallen. Der Euro hat zudem wieder an Boden gegenüber den US-Dollar gutgemacht und schränkt damit die Wettbewerbsfähigkeit ein wenig ein. Offiziell bestätigt wurde eine Vereinbarung zwischen der ukrainischen Regierung und Versicherungsunternehmen aus Großbritannien, die eine Reduzierung der Versicherungsprämien für militärische Angriffe der Getreidefrachter beinhaltet. Das Landwirtschaftsministerium in Kiew teilte zudem mit, dass die Winterweizenaussaat mittlerweile auf einer Fläche von 3,97 Mio. Hektar erfolgt sei. Die Regierung geht von einer Gesamtweizenfläche von 4,36 Mio. Hektar aus. Damit stehen die Regierungsschätzungen im Widerspruch zu den jüngsten Äußerungen des ukrainischen Getreideverbandes, der hatte noch in dieser Woche eine Winterweizenanbaufläche von 3,08 Mio. Hektar ausgegeben. Trotz des beendeten Getreideabkommendes hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Selenskyj am Dienstag auf Social Media inzwischen 4 Mio. Tonnen Getreide über die alternative Seeroute außer Landes gebracht. An der CBoT ging es wegen der Meldungen aus Europa ebenfalls südwärts. Verlustbegrenzend wirken weiterhin trockene Anbaubedingungen in Oklahoma oder Kansas sowie im Norden Texas. Heute Morgen zeigen sich im vorbörslichen Handel leichte Kursrücksetzer in Chicago.

Quelle
VR AGRICULTURE
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