21.
07.23
09:28

Gemengelage sorgt für hohe Volatilität beim Weizen

Für Weizen an der Matif ging es gestern mehrheitlich nordwärts. Wenngleich sich der Handel sehr volatil zeigte. Insbesondere in der ersten Tageshälfte schossen die Kontrakte deutlich nach oben, im Frontmonat September wurde in der Spitze 260,75 Euro/t gehandelt, am Ende stand ein Schlusskurs von 255,75 Euro/t und damit ein Zuwachs von 2,00 Euro auf der Anzeigetafel. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch an der CBoT, vorbörslich legten die Kontrakte deutlich fester zu, ehe sie am Nachmittag wieder an Wert verloren. Die Bedrohungslage durch Russland in der Ukraine sorgt weiter für Anspannung und einem Rätzel darüber, wie es um die logistische Kapazität der Ukraine über andere Wege weiter gehen kann. Berichten zur Folge legt Russland bereits wieder vermehrt Seeminen im Schwarzen Meer aus. Der europäische Dachverband Copa/Cocega berichtet von schlechten Ernteergebnissen und Ernteverlusten in Süd- und Südosteuropa, was den Kursen grundsätzlich weitere Unterstützung gibt. In Süddeutschland zeigen sich bei der beginnenden Weizenernte weiterhin sehr heterogene Erntemeldungen. In Übersee ist weiterhin das Wetter, insbesondere beim Blick auf Sommerweizen, der zweite treibende Faktor. In Kansas und Minneapolis sind für die kommenden Tage hohe Temperaturen und keine Niederschläge vorhergesagt. Der Internationale Getreiderat hat seine Prognose für die globale Weizenprognose um 2 Mio. Tonnen auf 784 Mio. Tonnen reduziert. Dass die Kurse gestern trotzdem keine neue Rally hinlegten, lag vor allem an Gewinnmitnahmen, die sich nach schwachen US-Exportzahlen, deutlich bemerkbar machten. In den ersten Wochen des neuen Marketingyear 23/24 haben die USA lediglich 5,19 Mio. Tonnen exportiert und damit nur 2/3 dessen, was zum selben Zeitpunkt des vorangegangenen Marketingyear in den Büchern stand. Vorbörslich zeigten sich rote Vorzeichen beim Weizen in Chicago.

Quelle
VR AGRICULTURAL
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