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09:10

Getreidebörsen reduzieren Weizenprognose für Argentinien

Auch am letzten Handelstag der vergangenen Woche konnten die Weizenkurse auf beiden Seiten des Atlantiks zulegen. Der Frontmonat Dezember an der Euronext/Matif schloss 1,25 Euro fester bei 233,50 Euro/t. Auch an den Kassamärkten legten die Notierungen für Futterweizen und Brotweizen zu, auch Gerste konnte etwas fester schließen. In Mitteleuropa sind zuletzt vielfach hohe Regenmengen gefallen, was dort, wo die Winterweizenaussaat auf Hochtouren läuft für Unterbrechungen sorgt. Vor allem in Frankreich ist wie Beobachter berichten die Aussaat deutlich ins Hintertreffen geraten. Russlands Weizenexportpreise haben sich zuletzt stabilisiert. Dies liegt auch an einem festeren Rubel. Weizenexporteure sind verpflichtet ausländische Währungen umgehend in Rubel zu tauschen, was die Nachfrage nach der Währung befestigt hat. Die Exportmengen haben wieder etwas nachgelassen und lagen in der vergangenen Woche bei rund 0,99 Mio. Tonnen, was deutlich hinter den hohen Werten vom Saisonanfang liegt, aber dennoch im Mittel der langjährigen Durchschnittsmengen liegt. Zudem wird gemeldet, dass die russische Regierung 200.000 Tonnen Weizen an afrikanische Länder im Rahmen des Welternährungsprogramms spenden wird. Die Regierung in Moskau hat die Pläne des Landwirtschaftsministeriums bestätigt und den Export von Hartweizen zwischen Dezember und Mai untersagt. Die Getreidebörse in Buenos Aires hat die Weizenprognose für Argentinien am Freitag um 800.000 Tonnen auf 15,4 Mio. Tonnen gesenkt und begründet diese mit Frostschäden in einigen Regionen des Landes. Die zweite Börse in Argentinien, in Rosario rechnet mit einer Weizenproduktion von 14,3 Mio. Tonnen, das USDA hatte zuletzt 16,5 Mio. Tonnen prognostiziert und damit deutlich höhere Schätzungen herausgegeben. Darum blicken Marktteilnehmer auch mit Spannung auf den kommenden WASDE-Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wird. Ein schwächerer US-Dollar und positive Vorgaben beim Mais und von den US-Finanzmärkten konnten den Preisen an der CBoT zusätzliche Unterstützung bieten. Vorbörslich zeigen sich heute aber wieder rückläufige Tendenzen im elektronischen Handel in Chicago.

Quelle
VR AGRICULTURE
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