20.
12.23
09:41

Heimische Maiserzeuger im Wettbewerb mit osteuropäischer Ware

Eine einheitliche Entwicklung im Maishandel an der Euronext gab es gestern nicht. Bei insgesamt schwachen Umsatzvolumen ging der Frontmonat März 24 unverändert mit 198,75 Euro/T aus dem Handel, die Folgekontrakte gaben marginal an Wert ab. Auch hier zeigte sich ein schwaches Umsatzvolumen. An den hiesigen Kassamärkten kommt es hier und da zu effektiven Umsätzen in überschaubaren Mengen. Zum Wochenbeginn zeigen sich die Notierungen insgesamt stabil. Bei Verhandlungen über Lieferungen im ersten Quartal des neuen Jahres liegen die Preisvorstellungen der Abnehmer und der Abgeber weit auseinander. Während Erzeuger um die 235 Euro/t fordern verweisen Händler darauf, dass größere Mengen Mais aus Osteuropa verfügbar sind, die zwischen 227 und 230 Euro je Tonne kosten sollen. Europas Importe aus Drittländern haben bis zum 17.12. ein Volumen von 7,88 Mio. Tonnen erreicht und liegen damit deutlich unter der Importmenge des Vorjahres von 13,84 Mio. Tonnen. Spanien bleibt mit Abstand der größte Nachfrager am Weltmarkt innerhalb der Staatengemeinschaft. International prägt weiterhin die Wetterentwicklung in Südamerika das Marktgeschehen. Die Kurse an der CBoT gaben auch aus diesem Grund gestern nach. Dass sich erste Analysehäuser skeptisch zeigen, was die Erntemenge Brasiliens angeht, ändert an der Grundstimmung wenig. Das USDA hatte in seinem WASDE-Report zuletzt 129 Mio. Tonnen für Brasilien vorhergesagt, viele örtliche Analysten gehen aber von einer Maisproduktion unterhalb der Marke von 120 Mio. Tonnen aus. Stützend wirken hingegen Zahlen aus China. Nach deren Zollstatistik wurden im November 3,59 Mio. Tonnen Mais und damit so viel wie nie zu vor in einem Monat, eingeführt. Die zuletzt günstigeren Preise für Mais in Chicago hatten die chinesischen Einkäufer offenbar gelockt.

Quelle
VR AGRICULTURE
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