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06.15
09:44

Indiens Sojabohnenernte um 1 Mio. Tonnen höher als im Vorjahr

In diesem Jahr könnte Indien seine Sojabohnenproduktion um 10 % gegenüber dem Vorjahr steigern, da in den maßgeblichen Anbauregionen Madhya Pradesh im Zentrum und Maharashtra im Westen deutlich mehr Regen zu Beginn der Monsunzeit abbekommen haben als üblich. Das könnte dazu beitragen, dass der weltweit größte Importeur von Speiseölen im kommenden Vermarktungsjahr, das im November beginnt, weniger Importe benötigt und somit internationale Ölpreise unter Druck setzt. Außerdem dürfte Indiens Export von Sojaschrot steigen, weil lokale Schrotpreise unter Druck geraten und Länder in Süd Asien sowie dem Iran als Käufer in Frage kommen.
Die Anbaufläche für Sojabohnen wird vom Verband der Ölmüller (SEA) als stabil eingeschätzt, aber die Produktion wird aufgrund der rechtzeitigen Regenfälle höher als im Vorjahr erwartet. Im letzten Jahr hatte Indien 9 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet, in diesem Jahr könnten es 10 Mio. Tonnen werden.
Im letzten Jahr lagen die Preise für indisches Sojaschrot weit über dem Weltmarktniveau, da die frühe Sojabohnenernte unter einer Trockenheit litt und klein ausfiel. Der Einfluss der kleineren Ernte auf Indiens Einfuhren von Speiseölen im Wirtschaftsjahr 2014/15 ist indes immer noch spürbar. Sie stiegen um 12 % auf 13 Mio. Tonnen, auch weil niedrige Palmölpreise einen zusätzlichen Anreiz bieten. Zum Ende des Wirtschaftsjahres, das im Oktober endet, steigen die Importe spürbar an, da der Nachschub von lokalen Anbietern begrenzt bleibt. Im Mai wurden 1,35 Mio. Tonnen eingeführt, in erster Linie Palmöl aus Indonesien und Malaysia sowie Sojaöl aus Argentinien und Brasilien.
Aufgrund von schlechten Erlösen aus der Baumwollproduktion weichen einige Bauern auf den Anbau von Erdnüssen aus, deren Anbau wohl um 20 % steigt. Daneben erwarten Wirtschaftsvertreter, dass China seine Rapsschrotimporte aus Indien in wenigen Wochen wieder aufnimmt. Seit 2011 gab es einen Importbann aufgrund von Verunreinigungen. Im letzten Monat wurde auf höchster Ebene zwischen China und Indien ein Gesundheitsprotokoll verabschiedet. Fünf indische Ölmühlen entsprechen inzwischen den Gesundheitsstandards Chinas, sodass in einem Monat die Lieferungen wieder aufgenommen werden können. Vor dem Handelsstopp in 2011 hat China rund 400.000 Tonnen Rapsschrot im Jahr aus Indien eingeführt.

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