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Indonesiens Weizenimporte steigen wegen Importrestriktionen für Mais

Indonesiens Importe von Futterweizen könnten in 2017 um 36 % auf drei Mio. Tonnen steigen. Das erwarten Verbandsvertreter, da die Regierung in Jakarta weiterhin Maisimporte begrenzt.
Indonesien hat sich zum zweitgrößten Weizenimporteur der Welt entwickelt und die Importe sind in diesem Jahr nochmals gestiegen, weil die Regelungen für Maisimporte verschärft wurden. Seit April dieses Jahres müssen die Futtermittelhersteller ihre Maisimporte über das staatliche Beschaffungsunternehmen Bulog beziehen. Die Importmenge ist auf eine Mio. Tonnen pro Jahr begrenzt. Das ist ein Drittel der Menge, die die Industrie für 2016 eingeplant hatte, so der Verband der Futtermittelhersteller.
Wenn es keinen Mais gibt, werden wir Weizen importieren müssen, so der Vorsitzende.
Ein Sprecher des dortigen Agrarministeriums teilte jüngst mit, dass man davon ausgehen muss, dass in 2017 gar keine Maisimporte mehr zugelassen werden, da man die heimischen Produktion fördern und eine vollständige Selbstversorgung mit Mais erreichen will.
Indonesiens Maisimporte erreichten im Wirtschaftsjahr 2013/14 ihren vorläufigen Höhepunkt, da die Nachfrage nach Futtermitteln mit 3,5 Mio. Tonnen (Quelle: USDA) stark anstieg. In diesem Jahr importierten die Futtermittelhersteller bereits 800.000 Tonnen Mais.
Im Jahr 2015 importierte Indonesien nur 1.890 Tonnen Futterweizen, in 2016 wird dagegen ein Import von 2,2 – 2,3 Mio. Tonnen erwartet. Auch der Import für die menschliche Ernährung soll in diesem Jahr um 8 % auf acht Mio. Tonnen sowie um weitere 7 % im Jahr 2017 ansteigen.
Australien ist der bedeutendste Weizenlieferant für Indonesiens Lebensmittelindustrie, aber der Marktanteil ist von 60 % im Jahr 2015 bis Mitte 2016 auf 1/3 gesunken, gleichzeitig stieg der Marktanteil von Futterweizen. Futterweizen wird in der Regel aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten bezogen, sowie aus Argentinien. Die Maislieferungen kamen bisher aus Brasilien und Argentinien. Weizen für die menschliche Ernährung kommt aus Australien, Kanada sowie aus den USA.

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