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08.20
12:36

Internationale Handelshäuser schreiben nach spekulativem Weizenverkauf Verluste

Getreidehändler, die Weizen an Müller in Asien verkauft haben, ohne eine entsprechende Deckung im Einkauf zu haben, erleiden aktuell starke Verluste, weil die Getreidepreise in Russland und in der Ukraine überraschenderweise gestiegen sind. Landwirte dort halten ihre neue Weizenernte fest und warten auf bessere Preise.
Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5% wird in dieser Woche mit 236 USD/Tonne c&f zur Lieferung nach Indonesien notiert. In den letzten Monaten hatten die Händler zum Preis von 217-222 USD/Tonne zur Lieferung im August verkauft.
Erfassungshändler, die ihren Weizen an große internationale Handelshäuser verkaufen, sagen, dass das Verhalten der Bauern klug war. Als Händler ihre Weizen-Shortpositionen eindecken mussten, stiegen die Kassapreise.
In welchem Umfang Weizen spekulativ verkauft wurde, ist nicht bekannt, aber es soll sich um mindestens die Hälfte der im Frühsommer verkauften Gesamtmenge handeln, berichten Makler in Singapur, die aber anonym bleiben wollen.
Letzte Wochen sanken die russischen Exportpreise um 3 USD/Tonne auf 207 USD/Tonnen fob Schwarzmeerhafen, nachdem aus der neuen Ernte jetzt Weizen angeboten wird und der Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar sank. Da die Händler aber weitere ankommende Schiffe beladen müssen, reicht auch das gestiegene Angebot aus der russischen Landwirtschaft kaum aus.
Indonesien ist der zweitgrößte Weizenimporteur der Welt und kauft pro Monat 900.000 Tonnen Weizen im Ausland. Ein großer Anteil davon kommt aus dem Schwarzmeerraum. Auch Thailand und die Philippinen kaufen hauptsächlich Futterweizen aus dem Schwarzmeerraum ein.
Es wird allgemein erwartet, dass die Weltmarktpreise für Weizen bis zum Jahresende sinken werden, da dann Australien mit einer riesigen Ernte auf den Markt drängen dürfte. Händler dort unten sagen aber, dass ihre Farmer sich auch mit dem Angebot zurückhalten werden, um den Markt nicht allzu sehr unter Druck kommen zu lassen.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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