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12.16
18:48

InVivo will Vermarktungskette optimieren

InVivo, ein Verbund von 200 Agrargenossenschaften in Frankreich, will den Weizenexport durch einen besseren Datenaustausch unter den Getreidehändlern optimieren. Damit soll sich Frankreich von den schlimmen Folgen der Ernte 2016 erholen und den zunehmenden Exporten aus Ländern wie Russland besser begegnen können.
Die schlechteste Weizenernte seit drei Jahrzehnten hat den bisher bedeutendsten Weizenexporteur der EU in dieser Saison vom Welthandel ausgegrenzt. Dieser schwierige Umstand veranlasst die Geschäftsleitung der InVivo über die Schwächen des französischen Exportmarkts nachzudenken. In einer Analyse kam man zu Schluss, dass es ein Informationsdefizit über Lagerbestände und Qualitäten gibt, das dazu führt, dass die Chancen des Marktes nicht gut genug genutzt werden, so der CEO Thierry Blandinieres heute gegenüber der Presse.
Frankreich muss für den Export eine Gesamtstrategie entwickeln und nicht nur auf Angebot und Nachfrage regieren. Dazu braucht man aber mehr Informationen und Mengen und Qualitäten. Die Vertriebskosten ließen sich um 2 Euro/Tonnen senken. Im Jahr 2017 soll ein Pilotprojekt mit Händlern und Silobetreibern gestartet werden.
Die Initiative beinhaltet die Einrichtung einen Realtime-Datenaustausch der Getreidesilos. Im Internationalen Vergleich sei die Umschlaghäufigkeit in den französischen Silos viel zu niedrig. Außerdem verfolgt man den Plan, die Getreideerfassung zu optimieren und will auch ausländische Offerten mit einbeziehen. Damit sollen in dieser Saison ¾ der Exporte bestritten werden. Im letzten Wirtschaftsjahr stellten ausländische Herkünfte die Hälfte aller Exportgeschäfte von InVivo.
Die Vermarktung von ausländischem Getreide, sowie der von Weizen niedriger Qualität als Futtergetreide, sollte in dieser Saison eine Exportmenge von 13 Mio. Tonnen ermöglichen. Im Vorjahr exportierte InVivo rund 15 Mio. Tonnen.
Die Gruppe hat im Sommer Büros in Singapur und in Brasilien eröffnet und mit T´Gravo ein Abkommen zur gemeinsamen Nutzung von Umschlagkapazitäten im brasilianischen Hafen von Santos geschlossen. Im letzten Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, hatte InVivo einen Gewinn vor Steuern von 116 Mio. Euro ausgewiesen, im Jahr davor waren es 107 Mio. Euro. Die meisten Abteilungen waren im zweiten Jahr in Folge profitabel. Für 2016/17 erwartet die Gruppe ein ähnlich gutes Ergebnis, da die Auswirkungen der internationalen Investitionen die Verluste im Inland kompensieren würden.

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