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07.15
13:08

Nach Hitzestress werden Schätzungen für EU-Maisernte gesenkt

Eine anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen stressen die Maisbestände in einigen Teilen der Europäischen Union zu Beginn der Bestäubungsphase. Auch Frankreich ist davon betroffen. Neben der Sommergerste hat insbesondere der Mais unter der Hitzewelle Ende Juni gelitten. Dagegen haben die Weizen- und Wintergerstenbestände, die schon fast reif sind, weniger gelitten.
Der USDA-Bericht vom Freitag hat die Ernteaussichten für europäischen Mais um mehr als 2 Mio. Tonnen auf 65,8 Mio. Tonnen gesenkt. Damit entfernt sich die Schätzung weiter von der Rekordernte in 2015, die bei 75 Mio. Tonnen lag. Die Mais-Importe der EU werden vom USDA auf stabile 14 Mio. Tonnen geschätzt.
71 % der französischen Maisbestände wurden in der ersten Juli-Woche von FranceAgriMer als „good or excellent“ gerated, 10 % weniger als im Vormonat. 15 % der Bestände befinden sich schon in der sensiblen Bestäubungsphase. In den Regionen, wo in Frankreich keine Beregnung möglich ist, befindet sich der Mais im Stresszustand, so Strategie Grains. In den kommenden Tagen wird zudem kein Regen erwartet, sodass die Ertragsaussichten herunter geschraubt werden. Es ist aber nicht mehr ganz so heiß. Nur die Hälfte der französischen Maisflächen können beregnet werden, viel weniger als in Spanien oder Italien. In einigen Regionen Frankreichs gilt bereits ein Beregnungsverbot wegen des Wassermangels.
In Ungarn hat die Trockenheit 10 bis 20 % der Maisflächen betroffen, obwohl in dieser Woche Regen gefallen ist und niedrigere Temperaturen den Schaden begrenzen. Dort wird mit 6 bis 7 Mio. Tonnen jetzt nur noch eine durchschnittliche Maisernte erwartet, gegenüber der Rekordernte von 9,2 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Rumänien ist flächenmäßig die Nation mit der zweitgrößten Maisanbaufläche in der EU. Auch dort haben hohe Temperaturen die Bestände gestresst. Zuletzt haben aber Regenschauer den Bestände gut getan und die Bestäubungsphase in den kommenden 10 bis 15 Tage ist nach Angaben eines in Bukarest ansässigen Brokers für die Erträge entscheidend. Die Ernte 2015 wird mit 11 Mio. Tonnen nur geringfügig unter der des Vorjahres geschätzt.
In Italien entwickeln sich die Maisbestände gut, die Anbaufläche wurde aber um 8 % eingeschränkt, da in die Futterrationen mehr Sojabohnen eingesetzt werden. Außerdem sind die Bauern über die hohen Beregnungskosten besorgt.

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