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Nach Schlussplädoyers für und gegen Glyphosat – Kalifornisches Gericht berät

Der Vorwurf eines Hausmeisters in einer Schule im US-Bundesstaat Kalifornien, dass seine Krebserkrankung auf die Anwendung von Monsantos Pflanzenschutzmittel Roundup zurückzuführen ist, wird jetzt vor einem Gericht verhandelt. Die Schlussplädoyers wurden gestern vorgetragen.
Der Hausmeister Dewayne Johnson ist einer der 5.000 Kläger in den USA, die behaupten, dass das im Herbizid enthaltene Glyphosat krebserregend ist. Es ist der erste Gerichtsprozess zu diesem Thema, der vor vier Wochen in einem Kammergericht in Kalifornien begann.
Die Kläger machen geltend, dass Monsanto für die Krebserkrankungen verantwortlich ist und verlangen ein „Urteil, das die Welt verändert“.
Monsanto ist seit einigen Monaten eine Tochter der deutschen Bayer AG, die das US-Pflanzenzuchtunternehmen für die Rekordsumme von 62,5 Mrd. US-Dollar gekauft hat. Man lehnt jegliche Verantwortung für die Erkrankungen ab. Für einen Zusammenhang mit zwischen der Krebserkrankung und Glyphosat gebe es keinerlei wissenschaftliche Beweise.
Die US-Umweltbehörde kam im September 2017 nach einer jahrzehntelangen Diskussion zum Schluss, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Die World Health Organization (WHO) stufte Glyphosat im Jahr 2015 noch als für Menschen möglichst krebserregend ein. Das Gericht in Kalifornien beginnt heute mit seinen Beratungen.

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