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10.20
14:54

Peking will höhere Importquoten für Mais vergeben

Es wird erwartet, dass die chinesische Regierung im neuen Jahr mehr Importquoten für Mais erteilt, da im Land die Nachfrage nach Futtermitteln wegen einer knappen Versorgungslage steigt.
Im Rahmen der bereits genehmigten Quoten hat Peking für das Wirtschaftsjahr 2020/21 rund 12 Millionen Tonnen Mais aus den USA und rund 5 Millionen Tonnen aus anderen Ländern, einschließlich der Ukraine, gekauft, so eine in Singapur ansässige internationale Handelsquelle. China, das etwa 280 Millionen Tonnen Mais pro Jahr benötigt, verfügte in früheren Jahren über riesige Maisreserven. Diese sind jetzt aber fast verkauft, was dazu führt, dass Getreidekäufer Alternativen wie Reis und Weizen am Weltmarkt kaufen und die Maisimporte ankurbeln. Die inländischen Maispreise erreichten in diesem Monat aufgrund von Versorgungsengpässen ein Rekordhoch: Da China mehr Getreide aufnimmt, werden die Weltmarktpreise wohl weiter steigen.
"China könnte in den nächsten zehn Jahren die Landschaft der Weltmaisbilanz verändern, indem es zu einem wichtigen Importeur wird", so Fachbroker in den USA.
Bisher hat Peking ein jährliches Niedrigtarifquotensystem von 7,2 Millionen Tonnen für Maisimporte eingeführt. Importe von außerhalb des Kontingents sind möglich, können jedoch mit Zöllen von bis zu 65% des Kaufpreises verbunden sein.
Zwei in China ansässige Quellen und ein in Singapur ansässiger Händler sagten, Peking erwäge, angesichts engerer Lagerbestände mehr Zollkontingente für Käufer zu vergeben.
"(Die Regierung) wird die Angebots-Nachfrage-Situation überprüfen und möglicherweise später weitere Quoten herausgeben, die in die staatlichen Reserven fließen könnten", sagte eine der mit dem Regierungsplan vertrauten Quellen.
Noch bevor zusätzliche Quoten vergeben werden, liegt China nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums bereits mit Japan als zweitgrößter Maisimporteur der Welt nach Mexiko (18,3 Mio. t) in Bezug auf die Maisimporte 2020-21 auf Augenhöhe.
China hat in diesem Kalenderjahr bislang Lieferungen gebucht, die weit über dem offiziellen Jahreskontingent für Mais lagen. Demnach erhält COFCO spezielle Niedrigtarifquoten für mindestens 5 Millionen Tonnen, um hauptsächlich US-Maislieferungen für die Lieferung bis April 2021 zu buchen.
Unter den Bedingungen dieser zusätzlichen Mengen wird COFCO den Mais zum niedrigeren Zollsatz importieren. Dafür gibt es zwei Gründe:
"Der Eine ist, dass China Mais braucht. Zweitens hat China einen Deal mit den Vereinigten Staaten, den man erfüllen muss".

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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