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10.20
13:34

Raps: Trockenheit führt zu weiteren Rückgang der Anbaufläche in der EU

Die Niederschläge zum Herbstanfang in Europa dürften das Wachstum von Raps fördern, sind jedoch zu spät gekommen, um einen Flächenrückgang in Frankreich zu verhindern, wo die Bestände im Spätsommer durch Dürre belastet wurde, sagten Analysten und Händler.
In der Europäischen Union und in Großbritannien ist die Produktion von Raps, der dort häufigsten Ölsaat, in den letzten zwei Jahren aufgrund widriger Wetter- und Insektenprobleme zurückgegangen.
In Frankreich behindert starker Regen seit letzter Woche die Aussaat und sorgt für einen weiteren Rückgang der Anbaufläche, nachdem diese in letzten beiden Jahren von rund 1,5 Mio. Hektar in den Vorjahren auf 1,1 Mio. Hektar geschrumpft waren. "Wir schätzen, dass die Fläche unter 1 Mio. Hektar liegen wird", sagte ein französischer Ölsaatenhändler. "Der Regen könnte gut für die Ernte sein und das Ertragspotenzial steigern, aber für die Aussaat ist es zu spät." Die Landwirte hatten ursprünglich Aussaaten geplant, die der in diesem Jahr geernteten Fläche entsprechen, sagten Händler und Analysten.
In Großbritannien haben die Landwirte ebenso wie in Frankreich versucht, Insektenschäden einzudämmen, nachdem Insektizide, sogenannte Neonicotinoide, verboten wurden, die für die Schädigung von Bienen verantwortlich gemacht werden. Die britische Rapsanbaufläche wird voraussichtlich wieder zurückgehen, da die Erzeuger von steigenden Kosten und sinkenden Erträgen abgeschreckt werden. Bei der diesjährigen Ernte ging die Fläche in England nach Angaben der Regierung um 29% auf 351.000 Hektar zurück.
In Deutschland und Polen waren die Bedingungen vielversprechender. "Das Wetter war während des Pflanzfensters trocken, aber ich denke, es hat gerade genug geregnet, um die Arbeit auf nationaler Ebene ohne größere Probleme zu erledigen", sagte ein deutscher Analyst. "Der Boden ist trocken und wir brauchen mehr Regen, wenn wir in den Herbst gehen, aber ich denke, das Gesamtbild ist derzeit zufriedenstellend." Deutschlands Rapsfläche könnte von den 954.000 Hektar, die in diesem Sommer geerntet wurden, um 70.000 bis 100.000 Hektar erweitert werden. Die Landwirte seien durch angemessene Erträge bei der Ernte 2020 ermutigt worden.
In Polen ist die Aussaat von Winterraps ebenfalls abgeschlossen und sollte mindestens das Niveau der diesjährigen Ernte erreichen, sagte Wojtek Sabaranski von Analysten Sparks Polska. "Raps wurde größtenteils rechtzeitig gesät", sagte Sabaranski. "Starke Regenfälle Ende August/Anfang September begünstigten die Ernte." Polen hat in diesem Sommer rund 830.000 Hektar geerntet.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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