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08.14
09:09

IS-Rebellen kontrollieren Weizengürtel im Irak

Nachdem im Irak bereits Ölfelder und ein Staudamm von den Kämpfern für den Islamischen Staat (IS) kontrolliert werden, wurden jetzt auch die fruchtbarsten fünf Provinzen von ihnen eingenommen, in denen 40 % der Irakischen Weizenernte wächst. Die staatlichen Getreidesilos werden geplündert und am Schwarzmarkt oder zurück an den Staat verkauft. Noch besteht keine Lebensmittelknappheit aber die Aussichten sind äußerst düster. Landwirte werden vertrieben und die, die bleiben, werden von den Besetzern ausgeraubt. Sie haben kein Geld, um sich Saatgut zu besorgen.
Nach Angaben des Irakischen Agrarministeriums wurden in diesem Jahr 1,1 Mio. Tonnen eigene Ernte in staatlichen Getreidesilos eingelagert, das entspricht ungefähr dem jährlichen Irakischen Konsum, der bei 6,5 Mio. Tonnen liegt. Rundweg 3,2 Mio. Tonnen werden jährlich importiert. Es ist unklar, wie viel Weizen den Rebellen bereits in die Hände gefallen ist.
Die Brotpreise sind im Irak aufgrund der Importe noch stabil weil unter staatlicher Kontrolle. Inzwischen verzichten die staatlichen Einkäufer auf Offerten aus dem eigenen Land, da es sich oft um gestohlenen Weizen aus staatlichen Lägern handelt. Sollte sich die Situation zuspitzen, könnte sich der Importbedarf dramatisch steigen. Die FAO bemüht sich derzeit um 3.000 Tonnen Saatweizen. ()

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