01.
10.18
15:04

Russland drängt mit seinem Weizen auf den algerischen Markt

Russische Weizenexporteure wollen sich bei algerischen Behörden als Exporteure registrieren, um dort zukünftig einen Marktzugang zu bekommen. Das nordafrikanische Land bezieht seinen Weizen aktuell bevorzugt aus Frankreich.
Russland ist derzeit von den Ausschreibungen für Algeriens Weizenkäufe ausgeschlossen, weil zu viel Bruchkorn geliefert wurde. Algerien ist nach Ägypten und Indonesien einer der größten Weizenimporteure der Welt.
Diverse russische Getreideexporteure wollen sich nun bei den algerischen Importkontrolleuren anmelden und dort Proben zur Qualitätsanalyse vorlegen, so eine Sprecherin des russischen Pflanzengesundheitsdienstes Rosselkhoznadzor. Die Registrierung der Unternehmen sollte Ende 2018 abgeschlossen sein. Danach könne man Proben schicken. Man hofft in Russland auf eine rasche Zustimmung aus Algerien. Eine Garantie für die Annahme dieses Vorschlags gebe es aber nicht.
Algerien kaufte in der ersten Hälfte der Vermarktungsperiode 2018/19 in Frankreich 1,75 Mio. Tonnen Weizen und damit die Hälfte aller Weizenausfuhren unseres Nachbarlandes. Um Importe aus Russland akzeptieren zu können, müsste Algerien in den Importspezifikationen den maximalen Anteil an Bruchkorn von 0,1 auf ca. 0,5 % anheben.
Sollte Russlands Vorschlag angenommen werden, bekäme Frankreich ein Problem mit seinem Weizenabsatz, weil seit mehreren Jahrzehnten Algerien der größte Abnehmer war. Russlands Weizen ist meist billiger als französischer. Die Entscheidung algerischer Behörden ist aber wohl in erster Linie eine politische oder eine emotionale und deshalb nur bedingt eine ökonomische.

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