26.
10.23
08:41

Russland erwartet höhere Weizenernte

Die Bullen haben im Getreidemarkt weiterhin die Oberhand. Für den Dezember-Kontrakt an der Euronext/Matif ging es um 2,50 Euro auf 232,00 Euro/t südwärts. An der CBoT büßte der Dezember-Termin 12 US-Cents ein und schloss bei 568,50 US-Cents/bu (197,64 Euro/t). Der Euro hat wieder etwas verloren, doch die internationale Konkurrenz bleibt weiterhin groß und belastet die Märkte auf beiden Seiten des Atlantiks. Die Ukraine hat in der laufenden Saison 4,28 Mio. Tonnen Weizen exportieren können und damit etwas weniger als im selben Zeitraum der Vorsaison (4,7 Mio. Tonnen). Das ausgelaufene Getreideabkommen sorgt weiterhin dafür, dass die Exporte holprig laufen. Zudem ist durch Angriffe im letzten halben Jahr viel ukrainische Hafeninfrastruktur verstört bzw. kann nicht vollumfänglich genutzt werden. Das ukrainische Analysehaus APK-Infom hat seine Prognose für die laufende Saison auf 21,5 Mio. Tonnen Weizenernte belassen und rechnet, dass in diesem Wirtschaftsjahr rund 13 Mio. Tonnen Weizen exportiert, werden könnten. Zweifel an dieser Prognose bleiben aber bei vielen Marktbeobachtern. Neue Schätzungen kommen auch aus Russland. Das Agrarministerium im Moskau hat seine Prognose für die inländische Weizenproduktion von bisher 93 Mio. Tonnen um 3 Mio. Tonnen auf nun 96 Mio. Tonnen erhöht. Das USDA hatte in seiner letzten WASDE für Russland lediglich 85 Mio. Tonnen prognostiziert. In Argentinien sind nach Angaben der Getreidebörse in Buenos Aires 47 Prozent der Weizenbestände in einem schlechten oder sehr Zustand. Die Trockenheit der letzten Wochen hat den Beständen zugesetzt, jüngst Niederschläge kommen vielfach zu spät. Die Erntesaison steht vor der Tür. In den USA dürften heute noch die wöchentlichen Exportverkäufe eine Rolle im Handelsverlauf spielen. Nach der Euphorie in der letzten Woche aufgrund von chinesischen Einkäufen sind die Erwartungen an die heutigen Zahlen sehr verhalten. Rund 80 Prozent der Winterweizenflächen sind aktuell in den Vereinigten Staaten bestellt, angekündigte Niederschläge versprechen einen guten Start für die frische Aussaat. Im vorbörslichen Handel heute Morgen zeigen sich abermals rote Vorzeichen an der eCBoT.

Quelle
VR AGRICULTURE
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