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07.15
14:19

Russland: Neue Zollregeln könnten Getreideexport beleben

Getreideexporte aus Russland könnten zum Ende des Monats steigen, nachdem die Zollbehörde ein leichter handhabbares Zahlsystem für alle Lieferungen ins Ausland eingeführt hat. Der russische Zoll und Händler waren wegen der Höhe des Zollsatzes, der am 1. Juli eingeführt wurde, aneinander geraten. Die Verunsicherung des Handels führte dazu, dass die Weizenlieferungen aus den Kerngebieten des russischen Getreideexports auf den niedrigsten Stand seit 2004 eingebrochen waren. In den ersten 15 Tagen des neuen Wirtschaftsjahres hat Russland nur 434.000 Tonnen Getreide exportiert. 200.000 Tonnen davon waren Weizen. Dabei liegen noch große Bestände aus der alten Ernte im Lager und auch die neue Ernte bringt gute Erträge.
Obwohl nun eine Lösung in Sicht ist, bleibt der Präsident des russischen Getreideverbands Arkady Zlochevsky skeptisch, ob sich das Exportvolumen in der zweiten Juli-Hälfte beschleunigt. Einige Händler verlangen von den Weizenlieferanten eine finanzielle Absicherung, die erst nach der Verzollung und dem Export der Ware wieder frei gegeben werden.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein koste letzte Woche $199,5/Tonne fob. Die russische Regierung sagt, dass der Zoll auf Weizenexporte nur dann zum Tragen kommt, wenn der Kurs des Rubel signifikant verfällt. Seit dem 1. Juli fiel der Kurs der russischen Währung lediglich um 3 % gegenüber dem U.S. Dollar. In 2014 war der Wechselkurs ungleich volatiler. Damals verlor der Rubel 44 % seines Werts, weil der Preis des Rohöls verfiel und westliche Nationen in der Krim- und Ukrainekrise Russland mit Sanktionen belegte.
Auch wenn der russische Getreideexport bis zum Ende des Monats noch deutlich ansteigt, bleibt der Juli-Export deutlich hinter dem des Vorjahres zurück. Damals gingen 2 bis 2,5 Mio. Tonnen ins Ausland, während es jetzt nur 1,5 Mio. Tonnen werden können, davon 1 Mio. Tonnen Weizen.

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