21.
07.20
10:27

Saudi-Arabien liberalisiert seinen Weizenimport

Gestern äußerte sich das saudische Getreidehandelsunternehmen SAGO zu den Befugnissen der privatisierten Mühlenbetriebe. Demnach dürfen die Mühlenbetriebe zukünftig eigenständig Weizen vom Weltmarkt importieren.
Saudi-Arabien verkauft derzeit sein gesamtes Mühlengeschäft. Mit der Privatisierung dieser Branche wird der Beschluss zu einer umfassenden Wirtschaftsreform umgesetzt. Anfang Juli wurden damit begonnen, die Mühlenbetriebe zu veräußern.
Die SAGO, einer der größten Getreideeinkäufer der Welt, hatte bisher alle Getreideimporte für sein Land getätigt. Für die Mühlenbetriebe war der Einkaufspreis stets der wichtigste Faktor in ihrer Bilanz. Nun sollen die Mühlen selber am Weltmarkt als Käufer auftreten dürfen. Sie werden automatisch damit zu attraktiven Kunden für Anbieter aus den Überschussregionen dieser Welt.
Die Privatisierung hatte frühzeitig das Interesse einige großer Agrarhandelshäuser der Welt geweckt. ADM und Bunge wollten auf die Mühlenbetriebe mit bieten. Allerdings wurden sie inzwischen wieder aus der Bieterliste entfernt.
Saudi-Arabien beschloss im Jahr 2008, den Weizenanbau im eigenen Land einzustellen, um Wasser zu sparen. Seither ist das Land von Getreidelieferungen vom Weltmarkt abhängig.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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