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Sojabohnen: Experten rechnen Anfang 2019 mit Engpässen

China importierte im August 9,15 Mio. Tonnen Sojabohnen aus den USA. Das sind 14 % mehr als im Juli. Trotzdem konzentrieren sich die Käufer aus dem Land der Mitte immer noch auf Herkünfte aus Brasilien, da Pekings Importzölle auf US-Bohnen diese verteuern.
Chinas August-Importe waren auch höher als im August 2017 als 8,44 Mio. Tonnen US-Bohnen gekauft wurden. Die Sojabohnenbestände in Brasilien gehen bald aber zur Neige und China muss sich wohl oder übel wieder dem US-Markt zuwenden, obwohl seit dem 6. Juli ein Importzoll von 25 % gilt. Im letzten Jahr importierte China US-Sojabohnen im Wert von 12,3 Mrd. USD.
Deshalb wichen die chinesischen Ölmühlen zunächst auf brasilianische Sojabohnen aus, wofür die Preise stiegen. Kurz vor dem 6. Juli kaufte China noch einmal eine Rekordmenge US-Sojabohnen, was vorübergehend dort zu außerordentlich hohen Vorräten führte. Inzwischen sind diese Bestände aber wieder auf ein Normalmaß abgebaut.
In den ersten acht Monaten des Jahres kaufte China 62 Mio. Tonnen Sojabohnen. Das waren 2,1% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In den kommenden Monaten bis November rechnen Experten mit chinesischen Monatsimporten von sieben Mio. Tonnen. Danach könnten die Verfügbarkeit von Sojabohnen am Weltmarkt sinken, weil Brasilien dann bis zur nächsten Ernte kaum noch etwas zu verkaufen hat. Einige Fachleute rechnen für Anfang 2019 sogar mit Engpässen.
China importiert rund 60% des gesamten am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen: Davon kamen in 2017 32,9 Mio. Tonnen aus den USA (34%).

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