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01.17
13:44

Strategie Grains senkt Ernteprognose für Weizen in der EU

Das private Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weichweizenernte 2017 in der Europäischen Union um 1,2 Mio. Tonnen auf 143,8 Mio. Tonnen gesenkt. Grund dafür ist hauptsächlich der starke Frost im Januar.
Die reduzierte Prognose liegt damit 6% über der Prognose der Weizenernte des vergangenen Jahres von 135,9 Mio. Tonnen, als ungünstige Wetterbedingungen in Frankreich, dem größten Weizenproduzenden der EU, zu einer sehr schwachen Ernte führten, so Strategie Grains.
Die Analysten des Unternehmens reduzierten die Prognosen der Weizenproduktion in Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Litauen, Bulgarien, Polen und Rumänien aufgrund der frostigen Temperaturen um insgesamt 1 Mio. Tonnen, weil Auswinterungsschäden und schlechtere Erträge erwartet werden. Ungarn könnte demnach am stärksten betroffen sein, weil die Bestände dort in vielen Regionen nur durch eine sehr dünne bis gar keine Schneedecke vor dem Frost geschützt werden.
Weitere Schäden könnten die frostigen Temperaturen in Mitteleuropa incl. Frankreich und Deutschland verursachen. Getreidehändler bewerten das Risiko allerdings als limitiert, weil die gesund entwickelten Bestände in vielen Fällen durch eine schützende Schneedecke geschützt sind.
Als weiteres Risiko wird die zu niedrige Bodenfeuchtigkeit in Frankreich und Spanien gesehen, allerdings könnten Niederschläge im Frühjahr die Grundwasserreserven wieder ausreichend auffüllen.
Der erwartete Anstieg der EU Weizenproduktion in diesem Jahr sowie die erwartete bessere Qualität der Ernte in Frankreich, könnten einen Anstieg der EU-Weichweizenexporte 2017/18 auf 26,5 Mio. Tonnen ermöglichen versus der aktuell erwarteten 23 Mio. Tonnen im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17. Im vergangenen Monat rechnete das Unternehmen noch mit einem Exportvolumen 2016/17 von 23,4 Mio. Tonnen.
Auch bei der Wintergerste rechnet man aufgrund der frostigen Temperaturen mit Verlusten. Diese können allerdings durch eine größere Aussaatfläche überkompensiert werden, so das Unternehmen. Aktuell rechnet Strategie Grains mit einer Gersteernte von 61,2 Mio. Tonnen (+ 200.000 Tonnen). Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 2%.
Höher ist auch die Prognose der EU-Maisernte. Sie liegt bei 61,3 Mio. Tonnen und wäre somit um 400.000 Tonnen höher, weil man mit einer Ausweitung der Anbaufläche rechnet.
   
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