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08.20
11:47

Strategie Grains senkt EU-Weizen-Prognose

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weichweizenernte in der EU plus Großbritannien erneut gesenkt. Die schwache Ernte in Frankreich und Südosteuropa konnte demnach durch erhöhte Schätzungen für die Ernte in Polen und den baltischen Ländern nur zum Teil kompensiert werden.
In dem monatlichen Bericht wurde Weichweizenernte für die Europäische Union plus Großbritannien auf 128 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 13% weniger, als 2019, als 147,2 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden. Nachdem im Dezember noch eine Ernte von 140,5 Mio. Tonnen prognostiziert wurde, sank diese seitdem kontinuierlich. Wie auch die anderen Analysten berücksichtigte das Unternehmen die nassen Herbst- und Winterbedingungen, die die Aussaat störten, und trockenes Frühlingswetter, das die Erträge drosselte.
Der starke Produktionsrückgang dürfte die EU-Exporte nach einem Rekordvolumen im Jahr 2019/20 drosseln.
Strategie Grains reduzierte seine Prognose für die Weichweizenexporte aus dem Block und Großbritannien für 2020/21 von 25,3 Mio. auf 23,1 Mio. Tonnen, 12,5 Mio. Tonnen unter dem Niveau der letzten Saison.
Die Herabstufung der Exporte spiegelte hauptsächlich eine Reduzierung der erwarteten französischen Lieferungen außerhalb der EU um 2 Mio. Tonnen auf 7 Mio. Tonnen wider, was einem Rückgang von fast der Hälfte gegenüber 2019/20 entspricht.
Für Gerste hat Strategie Grains seine Ernteprognose für die EU und Großbritannien unverändert bei 64,2 Mio. Tonnen belassen, was einem Anstieg von fast 3% gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Eine noch besser als erwartete spanische Ernte glich starke Rückgänge bei der geschätzten französischen, deutschen und finnischen Produktion aus, so das Beratungsunternehmen.
Für Mais wurde die geschätzte EU-Produktion um fast 1,0 Mio. Tonnen auf 67,4 Mio. Tonnen erhöht, was einem Anstieg von 5% gegenüber 2019 entspricht.
Diese Änderung spiegelte die guten Bedingungen in Mitteleuropa und die anhaltenden Erwartungen für mehr Fläche und Ertrag in Frankreich wider, trotz Erntestress aufgrund von Dürre und Hitzewellen in diesem Sommer.

Quelle
Hansa Terminhandel GmbH
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