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12.18
13:26

Unzulängliche Niederschläge und Hitze in Indien gefährden Weizenernte 2019

Indiens Weizenproduktion könnte im Jahr 2019 deutlich schwächer ausfallen als die Rekordernte in diesem Jahr. In den Kernanbauregionen ist sehr viel weniger Regen gefallen und auch hohe Temperaturen dürften die Erträge des Wintergetreides beschränken. Das ist das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter Bauern und Analysten.
Niedrigere Getreideerträge in Indien, dem Land mit der zweitgrößten Weizenproduktion der Welt, könnten dazu führen, dass die Regierung in Delhi die Importzölle für Weizen senken muss, um eine geordnete Versorgung im Land zu erhalten. Das würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Börsenkurs an der CBoT Einfluss nehmen.
Die Bundesstaaten Madhya Pradesh und Uttar Pradesh sind mit 45% der indischen Weizenfläche die mit Abstand größten Weizenproduzenten des Subkontinents. In diesen beiden Staaten regnete es während der Monsunzeit zwischen Juni und September 10%weniger als üblich. Daneben behindern hohe Temperaturen das Getreidewachstum.
Bis zum 30. November wurde in Indien auf 15,3 Mio. Hektar Winterweizen angebaut. Im Vorjahr waren es 15,7 Mio. Hektar. Schon alleine wegen der kleineren Anbaufläche dürfte die Getreideernte 2019 kleiner ausfallen.
In 2018 kamen in Indien 99,7 Mil. Tonnen Weizen zusammen. Wegen der ausbleibenden Niederschläge sind die Weizenpreise im Land bereits um 15% gestiegen. Hinzu kommt, dass der Wechselkurs der Rupie verfallen ist und Importe damit teurer.
Stattdessen wird die Regierung aber erst einmal staatliche Reserven auf den Markt geben. Die staatlichen Weizenbestände werden am 1. November 2018 auf 33,14 Mio. Tonnen geschätzt. Ein Plus von 39% gegenüber demselben Termin im Vorjahr.
Steigt der Preis um weitere 10 % auf über 2.200 Rupien/Tonne, kann die Regierung Importzölle senken. Trotz der bereits gestiegenen Preise sind die Bauern frustriert, weil Betriebsmittel wie Düngemittel und Diesel teuer geworden sind.
Indische Müller importierten in 2017/18 1,65 Mio. Tonnen Weizen, im Jahr davor sogar 5,7 Mio. Tonnen. Lieferanten waren Australien, Russland und die Ukraine.

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