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11.14
17:29

USA ringt mit China um GMO-Lösung

China ist der größte Kunde von US-Mais und Sojabohnen. Der Widerstand gegen genetisch veränderte Agrarprodukte im Land der Mitte wächst aber zusehends. Im letzten Jahr hatte China Mais-Lieferungen zurückgewiesen, die Spuren einer genveränderten Syngenta Sorte beinhaltete. Inzwischen hat auch der US-Konzern DOW ein Paket aus Chemie und Saatgut mittels Gentechnik entwickelt, das von China noch nicht genehmigt wurde. Die Saatgutkonzerne müssen jetzt den Zorn der amerikanischen Landwirte fürchten, wenn es deswegen erneut Beanstandungen geben sollte.
US-Mais- und Sojabohnen sind durch genetische Veränderungen tolerant gegen bestimmte Herbizide und Schädlingsbekämpfungsmittel, die eine preiswerte und umweltschonende Produktion von Lebensmitteln, Futtermitteln und Energierohstoffen ermöglichen. Während die GMO-Entwickler und viele Studien behaupten, das Verfahren sei sicher und auch das USDA diese Züchtung für die Sicherstellung der Welternährung unerlässlich hält, sind viele andere Staaten, Umweltverbände und Verbraucherschützer der Meinung, dass die so erzeugten Pflanzen Gesundheits- und Umweltprobleme heraufbeschwören.
Auch Chinas Verbraucher haben ihre Zweifel an der Methode, während die chinesische Regierung keine Bedenken hat. Die letzte Genehmigung für GMO-Getreide erteilte China im Juni 2013. Das zögerliche Verhalten der chinesischen Regierung wird von Beobachtern als Marktschutzmechanismus gebrandmarkt. Insofern ist keine Lösung in Sicht.
Nun will eine Gruppe von Industrieunternehmen direkten Einfluss auf die Meinungsbildung der chinesischen Bürger nehmen und deren Zweifel bekämpfen. Der Handel ist zurzeit blockiert und fast alle diplomatischen Möglichkeiten seien ausgeschöpft. Nun soll Präsident Obama bei seinem nächsten Treffen mit den chinesischen Präsidenten XI Jingping am 11. November das Problem ansprechen.
Die US Administration um Obama möchte China dazu drängen, Maßnahmen zu ergreifen, die den bilateralen Handel wieder erleichtern. Bisher befasst sich China erst dann mit einer Importerlaubnis, wenn es bereits in einem anderen Exportland zugelassen wurde. Zwar hatte Kanada die US-produkte bereits seit 2012 auf seiner Importliste, die chinesischen Behörden haben ihre Stellungnahme aber noch nicht abgegeben. Bisher hatten die Zulassungsbörden auch mehrfach im Jahr getagt, nun soll die Kommission aber nur noch einmal pro Jahr zusammenkommen.
China selber produziert genetisch veränderte Baumwolle und man importiert Millionen Tonnen GMO-Sojabohnen für die Herstellung von Schweinefutter im Jahr. Trotzdem warnen Verbraucherschützer immer wieder vor Gesundheitsrisiken durch den menschlichen Verzehr. Ein privat finanziertes Unternehmen, die CropLife International, will nun die Akzeptanz für Biotechnologie durch die Einbeziehung chinesischer Journalisten, Lehrer und anderen Meinungsbildnern erhöhen. Zu den Finanziers des Unternehmens, das seine Kampagne im kommenden Jahr starten will, gehören auch DOW, Syngenta und Monsanto.

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