15.
01.24
08:28

WASDE lässt Weizenpreise purzeln

Der Freitag stand auf den Agrarmärkten ganz im Zeichen der USDA-WASDE. Dieser lieferte weitere Verkaufsargumente für Weizen. So blieben die Kontrakte an der Börse in Paris ihrem grundsätzlichen Trend treu und schlossen mit roten Vorzeichen. Der März-Termin verlor 2,25 Euro bei einem Schlusskurs von 216 Euro/t. Seit Jahresanfang hat der Kontrakt damit 6,50 Euro je Tonne eingebüßt. Im WASDE-Bericht am Freitag erhöhte das USDA die globale Produktionserwartung für diese Saison um 1,9 Mio. Tonnen. Anpassungen nach oben gab es insbesondere für die Erntemengen in Russland und die Ukraine. In Russland wird nun mit einer Produktion von 91 Mio. Tonnen (+ 1 Mio. Tonnen) und für die Ukraine mit 23,4 Mio. Tonnen (+900.000 Tonnen gerechnet). Die höheren Produktionsschätzungen gehen einher mit höheren Erwartungen an die globalen Endbestände, die besonders in Europa höher ausfallen dürften. Dennoch liegen die Endbestände weiterhin unter denen des Vorjahres. Neben den Zahlen des USDA aus der WASDE belasteten weiterhin die Konkurrenz am Schwarzen Meer die Preiserwartungen. Wie das Analysehaus IKAR berichtete, sind in der vergangenen Woche die russischen Exportpreise leicht gestiegen und liegen aktuell bei 244 US-Dollar/t (FOB). In den ersten Januartagen sollen rund 1,5 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt worden sein. In Russland ist es derzeit kalt, in den meisten Anbaugebieten liegt jedoch eine schützende Schneedecke, so dass Marktbeobachter nicht mit nachhaltigen Schäden der Aussaat rechnen. An der CBoT schlossen die Kurse ebenfalls tiefer. Begrenzt wurden die Rücksetzer jedoch durch frische Zahlen zur US-Winteraussaat. Demnach fällt die Anbaufläche mit 34,42 Mio. Acre (ca. 13,93 Mio. Hektar) um rund 2,27 Mio. Acre (rund 918.000 Hektar) kleiner aus als im Vorjahr. Gerechnet wurde im Vorfeld mit einer Aussaatfläche von 35,7 Mio. Acre. Heute bleibt die US-Börse wegen eines Feiertages geschlossen.

Quelle
VR AGRICULTURE
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