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Weizen: Frostschäden in West-Australien

Im westlichen Australien gab es kurz vor der Ernte Frostschäden beim Weizen, die 15 % der dortigen Ernte kosten dürfte. Das teilte heute die größte Genossenschaft des Kontinents die Cooperative Bulk Handling (CBH) mit.
CBH ist der größte Getreideexporteur im westlichen Australien und man schätzt die Exporte für die in Kürze beginnende Saison 2016/17 zwischen 13 und 14 Mio. Tonnen ein. Bisher ging man von 15 bis 17 Mio. Tonnen aus.
Weizen mach 60 % der Getreideernte im Westen Australiens aus, das bedeutet, dass 7,8 bis 8,4 Mio. Tonnen Weizen von dort exportiert werden. Die letzten offiziellen Vorhersagen lagen noch bei 10,5 Mio. Tonnen für West-Australien und 28,1 Mio. Tonnen für das ganze Land. Das wäre das zweitbeste Ergebnis überhaupt. Wenn die Prognose für den vier-größten Weizenexporteur der Welt jetzt gesenkt wird, könnte das dazu beitragen, dass die Weizenkurse an den Terminbörsen weiter steigen. Im August lagen die Kurse auf einem 10-Jahres-Tief.
Der Ausgang der australischen Ernte ist aber noch ungewiss. Heftige Regenfälle im Osten des Kontinents, in New South Wales, Victoria und Queensland, könnten die Getreidequalitäten mindern und auch die Erträge über die offiziellen Prognosen anheben.
Zuletzt war es aber an der Ostküste wieder trocken und die Qualitätsbefürchtungen sinken. Jetzt erwartet man, dass viele Farmer so früh wie möglich mit der Ernte beginnen werden, auch wenn das Ertrag kostet. Man erinnerst sich an die Ernte 2010/11, als unter sehr feuchten Bedingungen geerntet wurde und meist nur Futterqualitäten verkauf werden konnten. Die exportfähige Menge wurde damals durch die Nässe stark begrenzt.
Die mittelfristige Wettervorhersage des Australia Bureau of Meteorology erwartet mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 % überdurchschnittliche viel Regen im November und Dezember.

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