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08.18
10:38

Weizen: Katastrophale Erträge in Deutschland und Skandinavien

Der Agrarmarktanalyst Strategie Grains hat ein weiteres Mal seine Schätzung der EU-Weiichweizenernte gesenkt. Die Trockenheit in Nordeuropa habe in Deutschland und Skandinavien zu „katastrophalen Erträgen“ geführt.
Im Bericht von heute erwarten die Analysten jetzt nur noch eine EU-Weizenproduktion von 127,7 Mio. Tonnen. Vor einem Monat lag die Prognose noch bei 132,4 Mio. Tonnen, ein Up-date Ende Juli wies dann nur noch knapp 130 Mio. Tonnen aus.
Jetzt wird die Produktion in der EU 10 % kleiner als in Vorjahr geschätzt.
Trockenheit und Hitzewellen seit letztem Frühjahr haben die Ernten verdorrt. Furcht vor Angebotsengpässen hatte die Terminmarktkurse für Weizen am Pariser Matif auf ein 5-Jahres-Hoch getrieben.
Auch die Schätzung der EU-Gerstenernte wurde noch einmal gesenkt. Und zwar auf 57,1 Mio. Tonnen also um 2,5 Mio. Tonnen unter der Juli-Schätzung. Das sind 2 % weniger als die tatsächliche 2017er Ernte.
Die Erträge in Polen und den Baltischen Ländern sind auch sehr schlecht, man kann diese ebenfalls als katastrophal bezeichnen, genau wie die in Deutschland und Skandinavien. Außerdem enttäuschen auch die Ernten in Frankreich, Italien, Großbritannien und anderen Ländern in Zentral und Südosteuropa.
Die Getreidequalitäten seien gemischt mit ordentlichen Qualitäten bei Wintergerste aber sehr unterschiedlichen Qualitäten bei der Sommergerste, wo außerordentlich hohe Proteinwerte festgestellt werden.
In Rumänien und Bulgarien wurde viel Weizen in Futterqualität geborgen, weil es dort während der Ernte regnete. In Deutschland und Polen sind das spezifische Gewicht beim Weizen und die Hagberg-Zahlen dagegen sehr hoch. Beide Kennzahlen sind für die Mahlweizenqualität von Bedeutung.
Für die Maisernte, die meist im Herbst eingebracht wird, hob Strategie Grains seine Ernteprognose gegenüber dem Vormonat um 700.000 Tonnen auf 61,3 Mio. Tonnen an. Das ist ein Plus von 3% gegenüber der 2017er Ernte.
Höhere Erträge in Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Italien und Spanien kompensieren die von Hitze und Trockenheit geplagten Getreideernten in Deutschland, Polen, Frankreich, der Tschechischen Republik nur zum Teil.

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