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11.16
15:28

Weizen: Zweifel an Russlands Exportprognosen

Angesichts des bisherigen Verlaufs der Weizenausfuhren kommen Zweifel auf, dass Russland sein selbst gesetztes Exportziel in diesem Wirtschaftsjahr erreicht. Um die Rekordernte 2016 ohne zusätzliche Überhänge zu vermarkten, muss Russland fünf Mio. Tonnen Weizenmehr als im Vorjahr exportieren. Das Beratungsunternehmen SovEcon ging für 2016/17 bisher von 39 Mio. Tonnen Weizenausfuhren aus. Ein höherer Verkaufsdruck könnte die Preise am lokalen russischen Markt unter Druck setzen.
Im November werden Exporte von 3,5 Mio. Tonnen erwartet, wovon 2,6 – 2,7 Mio. Tonnen Weizen wären. Damit liegen die Juli-November-Exporte deutlich unter denen des gleichen Zeitraums im Vorjahr. Im September sank der Getreideexport aus Russland auf 2,9 Mio. Tonnen von 4,5 Mio. Tonnen im September 2015. Das wurde noch mit dem stürmischen Wetter in den Verladehäfen begründet.
In der Folge daraus waren die Vorräte auf den Höfen in der Wolgograd-Region am 1. November um 28 % höher als im Vorjahr. In der Stavropol- und Rostov-Region waren die Vorräte auf den Höfen um 19 respektive 17 % höher als vor einem Jahr. Nur in der Region Krasnodar waren die Bestände auf Vorjahresniveau.
Im Süden liegt also noch ein größerer Teil exportfähiger Weizen, in den von den Häfen weiter entfernten Regionen ist die Nachfrage schwach. Im lokalen Markt waren die Preise aber kontinuierlich angerstiegen, da die Farmer ihr Getreide mit besserer Qualität zurück halten.

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