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08.18
10:04

Weizendefizit: Erinnerungen an 2007/08

Seit Ende Juni sind die Weizenkurse am Pariser Matif um 20 % gestiegen (von 178 bis 211 €/to). Grund dafür sind Befürchtungen, dass sich die Versorgungslage auf der gesamten Welt verschlechtert. Die Endbestände der Welt werden auf ein 5-Jahres-Tief sinken, da bei den vier größten Weizenproduzenten der EU: Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen die Ernteschätzung stetig nach unten revidiert werden.
Es kommen Erinnerungen an die Saison 2007/08 auf als die Getreidepreise eine Lebensmittelkrise auslösten. Analysten sagen allerdings, dass hohe Vorräte und andere Früchte einen Teil des Defizits kompensieren können.
Höhere Weizenpreise könnten allerdings die Inflation antreiben, so der Chef-Ökonom der United Nations Food and Agricultural Organisation (FAO). Insgesamt werden die Vorräte nach der großen Ernte in 2017 ordentlich dezimiert.
Seit Mai trockneten in Deutschland die höchsten Temperaturen seit 1881 die Felder aus und die Ernte wird hier um 25 % kleiner ausfallen, so der DBV. Eigentlich ist Deutschland Europas zweitgrößter Weizenexporteur, in diesem Jahr könnte es aber netto mehr Weizen importieren müssen als auszuführen.
In Frankreich sind die Schäden nicht ganz so groß, die Ernte ist aber wegen der Hitze extrem früh beendet worden. Frankreich wird daher den größten Nutzen aus der Krise in seinen Nachbarländern ziehen können und vielleicht sogar Russland als führender Weizenexporteur der Welt ablösen.
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