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09.14
10:12

Werden die Euronext-Weizenspezifikationen geändert?

Die Euronext will in den nächsten zwei Monaten darüber entscheiden, ob die Kontraktspezifikationen des Pariser Weizenfutures geändert werden soll. Das berichtet heute Morgen der Nachrichtendienst Reuters. Der Pariser Weizenkontrakt ist so spezifiziert, dass er den Leitpreis für Brotgetreide in Europa darstellen soll. Die Aussicht, dass die Weizenqualität in Frankreich in diesem Jahr meist nur Futterqualität ausweist, hat eine Debatte über die Kontraktspezifikation ausgelöst.
Die Börse hat bereits im letzten Monat in Aussicht gestellt, dass man die Prüfkriterien der beiden autorisierten Liefersilos in die Kontraktbedingungen aufnehmen will. Diese Entscheidung soll vor dem 11. November fallen, bevor der November-14-Terminkontrakt ausläuft. Dann wird nämlich der November-17-Termin aufgelegt, für den die neuen Bedingungen dann gelten könnten. Für bereits eingeführte Kontrakte kann die Euronext die Bedingungen nicht ändern.
Im Juli hatten sich die beiden von der Börse autorisierten Silobetreiber Senalia und Socomac darauf geeinigt, dass die Qualitätsprüfung neben der Feststellung des Proteinwertes auch die Fallzahl umfassen soll. Beide Qualitätsparameter sind nicht Bestandteil der aktuellen Spezifikation.
Die Diskussion verunsicherte viele Marktteilnehmer, was durch einen deutlichen Rückgang des Kontraktbestandes dokumentiert wird. Die Börse sieht das anders und hat in einem Schreiben an die Börsenteilnehmer mitgeteilt, dass sich die Qualitätsbedingungen der Börse nicht geändert hätten.
Die Börse äußert sich derzeit nicht zu etwaigen Änderungen im Kontrakt. Auch die Einführung eines separaten Kontrakts mit höheren Qualitätsparametern verweist die Börse in das Reich der Spekulation. Das nimmt dem Markt die Liquidität zumal vor einem Jahr eine Umfrage unter großen Marktteilnehmern Protein- und Hagberg-Kriterien abgelehnt hätten. Die Befürchtung, dass Eiweißgehalte auf längere Sicht abnehmen werden, würde diese Meinung unterstützen. Die Euronext will im September eine E-Mail-Umfrage unter den großen Börsenteilnehmern (Käufer und Verkäufer) zu den aufgeworfenen Fragen durchführen.
Frankreich dürfte in diesem Jahr wegen seiner minderen Qualität Schwierigkeiten mit seinen Weizenexporten haben, da sich traditionelle Kunden bereits an anderen Orten in Europa nach Lieferanten umschauen.

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