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Westeuropa: Späte Winterweizenaussaat, aber keine größeren Probleme

Die Winterweizenaussaat in Westeuropa ist in diesem Jahr später dran, als in den Vorjahren. Das meldet der Nachrichtendienst Reuters. Das trockene Wetter führt zu Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat in Teilen Westeuropas. Die Anbauflächen sind aber stabil und es sind derzeit keine größeren Probleme erkennbar.
Beim größten Weizenproduzenten in der EU, Frankreich, wo man im vierten Monat in Folge unter zu trockenen Bedingungen leidet, liegt das Aussaattempo hinter dem des vergangenen Jahres. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer.
Das Aussaattempo hat allerdings etwas zugenommen, weil für die kommenden Tage Regenschauer in der größten Getreideanbauregion erwartet werden.
Der US-amerikanische nationale Wetterdienst rechnet in Westeuropa bis zum 11. November mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Aufgrund niedriger Temperaturen ist aber auch der Wasserbedarf der jungen Pflanzen niedriger.
Die Prognose von Strategie Grains für die kommende EU-Weichweizenanbaufläche liegt stabil bei 24,6 Mio. Hektar. Für Frankreich liegt die Prognose des französischen Landwirtschaftsministeriums bei 5,4 Mio. Hektar.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist die Winterweizenaussaat erfolgreich abgeschlossen. Trotz regional zu trockener Bedingungen sind keine nennenswerten Probleme zu erwarten. Die Anbaufläche wird von einem Marktbeteiligten auf 3,2 Mio. Hektar geschätzt. Basierend auf die Saatgutverkäufe dürfte die Anbaufläche somit innerhalb des 5-Jahres-Durchschnitts liegen.
Die Winterweizenaussaat in Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten ist noch nicht abgeschlossen. Die Bedingungen waren nicht optimal. Der September war zu trocken, der Oktober sehr nass. Ein Analyst von Sparks Polska beziffert die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2017 etwas kleiner, als die 1,9 Mio. Hektar, die im vergangenen Jahr ausgesät wurden. Die geringere Anbaufläche wird wohl durch den Anbau von Rapssaat ersetzt.
Für Großbritannien rechnet ein führender Analyst des Agriculture an Horticulture Development Board mit einer Anbaufläche auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Trockenes Wetter im Süden und im Osten des Landes hat zu leichten Verzögerungen bei der Aussaat geführt. Das könnte sich jedoch sogar als vorteilhaft bei der Unkrautbekämpfung erweisen, die noch vor der Aussaat erfolgen kann.

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