Bei den Sojabohnen-Spekulanten in Chicago haben in der letzten Berichtswoche die Netto-Long-Positionen um 7.429 Kontrakte auf insgesamt 167.554 Netto-Long-Positionen zugenommen.
Da haben es die Ölsaaten bei der letzten USDA-Schätzung vom Mai 2016 schon sehr viel besser getroffen und die „Bullen dürfen auf die Weide“. Die Endbestände wurden um 8 Mio. t auf nunmehr 77 Mio. t niedriger geschätzt. Der Stock to use Ratio liegt mit 16,7% deutlich niedriger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre mit 18,4%. Davon profitierten in erster Linie die Sojabohnenkurse, die nach der Veröffentlichung der USDA-Zahlen innerhalb weniger Minuten um 6% anstiegen. Auch unsere Rapskurse in Paris konnten von diesem Umfeld profitieren und sind ein paar Euro/t angestiegen. Ob diese erste Kurs-Euphorie anhält ist fraglich, dazu ist die Versorgung immer noch sehr komfortabel.
Nun, die erste Schätzung des WJ 2016/17 hat noch viel Veränderungspotential, aber wer schnell steigende Kurse erhofft wird zunächst einmal enttäuscht.