Pflanzenbestand der US-Sojabohnen schwächer bonitiert - bessere Wetteraussichten
Der Saatenstandbericht vom letzten Wochenende (12. Juli 15) lieferte für Sojabohnen eine durchschnittliche Rücknahme in 18 Bundesstaaten von 2 Prozentpunkten auf 50 % in der Kategorie „good“ und 12 % in der Kategorie „excellent“. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückstand 4 Prozentpunkte.
In Missouri fielen die Beurteilungen mit 29 % „good“ und 3 % „Excellent“ besonders schlecht aus. Jeweils nur 35 % „good“ erreichten die Sojabestände in den Staaten Indiana und Ohio. Illinois, Kansas und Mississippi schafften es nur auf Werte zwischen 40 und 45 % für die „good“-Kategorie. Überdurchschnittliche Ergebnisse erzielten Kansas mit 62 %, Minnesota und Louisiana mit jeweils 64 % und Norddakota mit 69 %.
Noch sind die Sojabohnen nicht in ihrer ertragsentscheidenden Phase. Die Schotenbildung wurde in den meisten Bundesstaaten erst im Anfangsstadium beobachtet. Ausnahmen bilden Louisiana, Arkansas und Mississippi.
Die ausschlaggebende Ursache für die schwächeren Bonitierungen sind die starken Regenfälle der letzten Wochen, die teilweise die Äcker unter Wasser gesetzt haben.
Die Sojakurse werden gleich von 3 Faktoren angetrieben. Die Überlagerungsbestände sind vom USDA um rd. 2 Mio. t gegenüber der Vormonatsschätzung zurückgenommen worden. Die geplanten US-Anbauflächen werden nur zu 98 % bestellt, weil wegen der Verzögerung durch Regenfälle die Aussaattermine verstrichen sind. Die aktuell schwächeren Bestandsbeurteilungen lassen geringere Flächenerträge erwarten.
Die Wetteraussichten der nächsten Wochen sehen jedoch etwas günstiger aus. Das könnte den US-Sojabohnenbeständen mit dem Eintritt in die ertragsentscheidende Blüh- und Schotenbildungsphase zugute kommen.
Zu hohe Sojakurse in den USA treiben die Soja-Importeure nach Südamerika. Argentinien und Brasilien haben Rekordernten eingefahren, die noch nicht vollständig vermarktet sind. Das dürfte den zukünftigen Sojakursen in den USA einen Dämpfer versetzen.