EU-KOM bestätigt gut durchschnittliche EU-Rapsernte
In der jüngsten Juni-Ausgabe bestätigt die EU-KOM ihr bisheriges Schätzergebnis der EU-Rapsernte 2025 in der Höhe von 18,9 Mio. t. Die Mai-Prognose lag nur unwesentlich darunter. Ausschlaggebend sind die höheren Anbauflächen (5,95 Mio. ha) sowie höhere Hektarerträge um die 32 dt/ha (Vorjahr 29 dt/ha).
Der Rapsverbrauch wird tendenziell wieder höher auf 25,26 Mio. t veranschlagt (Vorjahr 23,3 Mio. t). Daher werden weiterhin Einfuhren in der Größenordnung von 5,8 Mio. t erwartet.
Im Vergleich dazu kommt der Dachverband der Getreide- und Ölsaatenhändler (COCERAL) auf eine EU-Rapserzeugung von 19,24 Mio. t. Der Verband geht von leicht über 6 Mio. ha Anbaufläche und einem Ertrag von 31,7 dt/ha aus.
IGC nimmt hohe Sojaschätzung etwas zurück.
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die bisherige Steigerung der Sojaschätzung etwas zurückgenommen. Ausschlaggebend sind die trockenheitsbedingt reduzierten US-Ertragserwartungen auf der Grundlage der wöchentlichen Bestandsbeurteilungen. Die weltweite Sojaproduktion wird auf 427,7 Mio. t gekürzt. Der Verbrauch bleibt fast unverändert bei 429 Mio. t. Damit gehen die Endvorräte tendenziell zurück.
Die US-Sojaernte soll im Herbst 2025 auf 117 Mio. t zurückfallen (Vorjahr 118,8 Mio. t). Zusätzlich zu der ohnehin verringerten Anbaufläche sollen die Erträge nicht das Vorjahresniveau erreichen. Bei unveränderten Inlandsverbrauch werden die Exporte geringer ausfallen.
Die Schätzung für die brasilianische Sojaerzeugung bleibt unverändert bei 175 Mio. t. Die Ernte beginnt im Febr. 2026. In diesem Jahr lag das Ergebnis bei 169,5 Mio. t. Die Exporte sollen von 106 auf 110 Mio.t ansteigen.
Für Argentinien wird nur eine geringfügige Erhöhung der Sojaernte Im Frühjahr 2026 auf 50,5 Mio. t geschätzt.
Auf der Verbrauchsseite steht China mit 133 Mio. t weit an vorderster Stelle. Zur Bedarfsdeckung sind rd. 108 Mio. t Importe erforderlich. Der größte Teil davon stammt aus Brasilien.
Die EU-27 erzeugt selbst nur 2,9 Mio. t Sojabohnen und führt 14,4 Mio. t ein; dazu kommen noch 17 Mio. t Sojaschrot.