Raps / Canola
Marktlage (EU & global)
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EU-Rapsmarkt: Die jüngsten Zahlen der EU-Kommission zeigen, dass die diesjährige EU-Ernte leicht unter der des Vorjahres liegen dürfte (geschätzt −1,5 % bis −2 %). Der Ertrag ist regional sehr heterogen – Nord- und Westeuropa melden ordentliche Ergebnisse, während in Teilen Ostmitteleuropas Hitze und Wassermangel Spuren hinterlassen haben.
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Kanada (ICE Canola): Dort stützten zuletzt Wetterrisiken die Kurse, nachdem anhaltende Trockenheit in Saskatchewan und Alberta Ertragsprognosen drückte. Der Produktionsausblick wurde leicht nach unten revidiert.
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Preisrelationen: Der Raps-Sojabohnen-Preisabstand (Rapssaat-Ölgehalt ≈ 40 %) bleibt stabil, da Pflanzenölpreise im Gesamtkomplex freundlich tendieren, während Rapsschrot von moderater Futternachfrage getragen wird.
Bullenfaktoren (bullish)
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Knappere EU-Ernte, v. a. wenn Importe aus der Ukraine/Russland langsamer eintreffen.
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Stabiler bis fester Pflanzenölmarkt (Palmöl & Sojaöl) stützt Rapskurse.
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Wetterunsicherheiten in Kanada → Gefahr weiterer Produktionskürzungen.
Bärenfaktoren (bearish)
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Gute Lagerbestände in der EU nach Importen im Q2.
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Druck durch preisgünstige Sonnenblumen- und Sojaölangebote.
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Langsame Biodiesel-Nachfrageerholung in Teilen der EU.
Kurzfristiger Trend: stabil bis leicht steigend
2–4 Wochen Prognose: Euronext 430–450 €/t, enger Handel mit Aufwärtschancen bei Pflanzenöl-Rally oder Exportstörungen.
Sojabohnen
Marktlage (USA & global)
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US-Ernte 2025: Der WASDE-Bericht vom 12.08. zeigt stabile bis leicht verbesserte Ertragsprognosen. Dennoch wurden die Endbestände leicht nach unten korrigiert, was den Markt kurzfristig stützt.
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Wetterlage: In den wichtigsten US-Anbaugebieten war die Witterung zuletzt überwiegend günstig, leichte Hitzephasen blieben ohne große Schäden. Der Zustand der Bestände liegt laut USDA bei rund 69 % gut bis exzellent.
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Exportdynamik: Verkäufe an China bleiben unregelmäßig. In den letzten Wochen gab es zwar einige größere Abschlüsse, doch die Gesamtnachfrage liegt leicht unter dem Vorjahreswert.
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Südamerika: In Brasilien steht die nächste Aussaat bevor; schwacher Real könnte dortige Exportpreise wettbewerbsfähiger machen.
Bullenfaktoren (bullish)
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Niedrigere US-Endbestände als vom Markt erwartet.
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Fundskäufe im Sojaöl und Sojaschrotbereich stützen Futures.
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Potenziell stärkere Importnachfrage Chinas bei Abbau der Lager.
Bärenfaktoren (bearish)
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Günstige Wetterlage in den USA → Produktionsrisiken aktuell gering.
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Konkurrenz aus Brasilien & Argentinien (neue Exportwellen ab Q4).
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Schwäche im Biokraftstoffsektor könnte Sojaölpreise dämpfen.
Kurzfristiger Trend: leicht bullish
2–4 Wochen Prognose: CME 9,90–10,20 $/bu; Potenzial bis 10,40 $ bei stärkerer Exportnachfrage.