Palmöl: Produktion planmäßig im saisonalen Anstieg – Preise auf niedrigem Niveau
Die Palmölproduktion 2015 verläuft bisher im gewohnten saisonalen Gang. Nach seinem Tiefstand im März strebt die Erzeugung dem Höhepunkt im Okt.-15 zu. Trotz gestiegener Exporte wurden die Vorratsbestände oberhalb der Produktionslinie weiter aufgebaut.
Für 2015 ist ein El Niño Jahr angesagt. Im Regelfall bedeutet diese Wetterphänomen für den Standort Indonesien und Malaysia, auf dem 90 % des Palmöls erzeugt werden, Beeinträchtigungen durch zu geringe Niederschläge. Die übliche Jahresregenmenge liegt zwischen 1.800 bis 2.000 mm. Noch sind keine Einschränkungen zu erkennen.
Selbst wenn kleinere Produktionsminderungen auftreten sollten, könnten sie durch das hohe Vorratsniveau gut abgefangen werden können. Erst gravierende Erntebeeinträchtigungen können das Versorgungsniveau in einen kritischen Stand versetzen und die Preise kräftig steigen lassen.
Palm- und Sojaöl sind die Marktführer im Ölgeschäft. Dabei ist Palmöl aufgrund seines günstigeren Preises im Wettbewerbsvorteil. Daher gebührt dem Palmöl die größte Aufmerksamkeit. Insbesondere die Rapspreise werden als ölwertbetonte Produkt stark vom Palmölpreis beeinflusst.
Sollten sich die Ankündigungen eines intensiven El-Niño-Wetters bewahrheiten, sind möglicherweise in der Zeit der größten Jahreserzeugung mit trockenheitsbedingter Minderung der Ernteergebnisse zu rechnen. Aber die Ausprägung eines EL Niño-Wetters ist trotz jahrzehnlanger Beobachtung unberechenbar geblieben.