Für das Vermarktungsjahr 2025/26 erwartet der Internationale Getreiderat (IGC) einen moderaten Anstieg des
globalen Sojabohnenhandels um 2 %. Nach der leichten Korrektur der Prognose für 2024/25 auf 179 Mio. t ( 1 Mio.
t), ausgelöst durch verzögerte Exporte aus Brasilien, deutet das wachsende Nachfragepotenzial in Asien auf einen
erneuten Anstieg hin.
China bleibt mit einem Anteil von 59,2 % der dominierende Importeur. Das Land deckt mehr als vier Fünftel (81,7 %)
seines Sojabohnenbedarfs über den Weltmarkt und wird 2025/26 voraussichtlich 108,5 Mio. t (+0,8 Mio. t)
einführen.
Trotz einer erwarteten Rekordernte von 428 Mio. t (+1,2 %) wird der globale Verbrauch laut IGC auf 429 Mio. t
steigen (+4,4 %), was die Angebotslage leicht übersteigt. Infolge dessen dürfte es zu einem Lagerabbau um 1 Mio. t
auf 83 Mio. t kommen erstmals nach mehreren Jahren anhaltenden Lageraufbaus.
Auch bei den großen Exporteuren ist mit rückläufigen Endbeständen zu rechnen, was den Markt mittelfristig stützen