Überdurchschnittliche Steigerung der globalen Sojaversorgung 2024/25
Die globale Sojaerzeugung 2024-25 wächst mit +8,5 % zum Vorjahr überdurchschnittlich stark an. Maßgeblich beteiligt sind die nord- und südamerikanischen Länder, die rd. 80 % der Produktion bestreiten.
Der Verwendung von Soja wird auf rd. 403 Mio. t eingeschätzt. Aus der Gegenüberstellung von Erzeugung und Verbrauch folgt ein kräftiger Aufbau der Vorratsbestände um +19,5 %. Damit wird nach aktuellen Kenntnisstand für das Jahr 2024/25 von einer überdurchschnittlich hohen Versorgungslage ausgegangen, mit der Folge rückläufiger Preise.
In den USA wächst zurzeit eine Ernte in geschätzter Höhe von knapp 125 Mio. t auf einer vergrößerten Anbaufläche heran. Die wöchentlichen Bestandsbeurteilungen fallen günstiger aus als in den Vorjahren. Die Amerikaner werden voraussichtlich rd. 50 Mio. t Bohnen (Vorjahr 46 Mio.t) und knapp 16 Mio. t Sojaschrot exportieren.
In Brasilien soll nach der abgeschlossenen Ernte im 1. Halbjahr 2024 mit 153 Mio. t eine weitere Steigerung im Folgejahr mit deutlich über 160 Mio. t folgen. Die Aussaat beginnt aber erst ab Okt.-24, so dass noch etliche Anbau-, Wachstums- und Ernterisiken bestehen. Brasilianische Sojabohnen gehen in einer Größenordnung von 105 Mio. t in den Export. Dazu kommen noch rd. 21 Mio. t Sojaschrot.
In Argentinien stabilisiert sich die Sojaerzeugung um das Maß von 50 Mio. t. Im 1. Halbjahr 2024 wurden 49 Mio. t erreicht und für das Folgejahr rechnet man sogar mit 51 Mio. t. Aus diesem Land werden nur 5,5 Mio. t Sojabohnen exportiert. Es überwiegen die Ausfuhren von Verarbeitungsprodukten wie Sojaschrot mit 27 Mio. t, Sojaöl mit 5,5 Mio. t und Biodiesel aus Soja.
Auf der Nachfrageseite steht China mit einem Sojaverbrauch von rd. 127 Mio. t (= 31 % des Weltverbrauchs) an vorderster Stelle, von denen 109 Mio. t (= 60 % des Welthandels) importiert werden. Im eigenen Lande werden knapp 21 Mio. t erzeugt.
Die EU-27 kommt auf eine Sojaproduktion von rd. 3 Mio. t. Zur Bedarfsdeckung werden um die 14 Mio. t Bohnen, rd. 16 Mio. t Sojaschrot und 0,5 Mio. t Sojaöl importiert. Die Einfuhren sind seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gewachsen.
Die jüngste IGC-Schätzung zum Sojamarkt weicht nur in wenigen Teilen von der vorstehenden USDA-Schätzung ab. Der Grundtenor einer überdurchschnittlichen globalen Versorgungslage wird bestätigt.