USDA aktualisiert Marktlage bei Ölsaaten
Das USDA hat in seiner Juni-Ausgabe die Einschätzung der Versorgungslage im Ölsaatensektor auf den neuesten Stand gebracht. Dabei stellt sich heraus, dass die bisher steigende Erzeugung von +2,2 % zum Vorjahr überwiegend anhält und deutlich über der Verbrauchsentwicklung liegt. Demzufolge wird mit einer weiteren Aufstockung der Vorratsbestände um +1,4 % gerechnet.
Mit einem Produktionsanteil von über 60 % gilt Soja als Marktführer im Saatenbereich. Trotz stagnierender US-Erzeugung (118 Mio. t) wird aufgrund steigender Ernten in Brasilien (175 Mio. t) die weltweite Gesamternte auf 427 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr nochmal höher ausfallen. Der globale Verbrauch wird auf 425 Mio. t veranschlagt. Mit 133 Mio. t ist China der weltgrößte Verbraucher und muß zur Bedarfsdeckung voraussichtlich 112 Mio. t importieren. Während die Vorratsbestände in den USA und China abnehmen, wird in den übrigen Ländern wie Brasilien und Argentinien mit Bestandsaufstockungen gerechnet.
Im Falle der Rapserzeugung wird von einer Produktionsmenge in Höhe von knapp 90 Mio. t ausgegangen. In den Hauptanbaugebieten Kanada und EU-27 werden jeweils rd. 19,5 Mio. t erwartet. Auch Indien schätzt die Erzeugung auf steigende 12 Mio. t. Der weltweite Verbrauch soll nicht ganz so stark steigen, sodass mit einem leichten Bestandsaufbau gerechnet wird. Das spricht für eine ausreichende Versorgungslage.
Bei den übrigen Ölsaaten sticht die hohe Zunahme der Sonnenblumensaat mit fast +8 % heraus. Die Ursache sind hohe Ernteerwartungen in Russland und der Ukraine, die 60 % der erfassten Welterzeugung ausmachen.
Palmöl als Marktführer im Sektor der pflanzlichen Öle wird auf begrenzt steigende 80,7 Mio. t geschätzt. (Vorjahr 79 Mio.t). In den beiden größten Erzeugungsgebieten Indonesien und Malaysia mit zusammen 83 % Produktionsanteil sind die Kapazitätsgrenzen weitgehend ausgeschöpft. Die klimatischen Bedingungen bewegen sich im Normalbereich. Infolge zunehmenden Eigenverbrauchs für Biokraftstoffzwecke entwickeln sich die Exporte nur in einem engen Rahmen.