USDA: erste Schätzung zum Ölsaatenmarkt 2025-26
Das US-Agrarministerium (USDA) hat eine erste Schätzung zum Ölsaatenmarkt 2025-26 herausgegeben. Demzufolge setzt sich der Produktionsanstieg mit etwas geringerer Zuwachsrate von durchschnittlich +2,2 % fort. Da die Verbrauchssteigerung nicht in gleichen Maße zunimmt, entsteht zum wiederholten Male ein Aufbau der Vorratsbestände. Die Versorgungslage bleibt also weiterhin auf hohem Niveau.
Im Falle der Sojabohnen fallen die Produktionssteigerungen mit +1,4 % jedoch weniger kräftig aus. Hintergrund sind die vergleichsweise ungünstigen Sojapreise, die den Anbau zugunsten der Konkurrenzfrüchte zurückdrängen. Das ist insbesondere in den USA der Fall. Dagegen wird in Brasilien mit einer fortgesetzten Produktionserhöhung auf 175 Mio. t (Vorjahr 169 Mio.t) gerechnet. Da die Verbrauchssteigerung geringer eingeschätzt wird, entsteht ein begrenzter Vorratsaufbau.
Die weltweite Rapsernte soll um +5,2 % auf knapp 90 Mio. t ansteigen. Höhere Ernten werden vor allem in der EU-27 mit geschätzten 19 Mio. t erwartet. In den übrigen Anbaugebieten werden nur kleine Tendenzerhöhungen vorausgesehen. Die Versorgungslage wird als weitgehend ausgeglichen eingestuft.
Bei den Sonnenblumen wird ein 8,3 %iger Erzeugungszuwachs vorhergesagt, Daran sind insbesondere Russland, die Ukraine und die EU-Ostländer beteiligt. Da der Verbrauch ebenfalls deutlich zulegt, bleiben die Vorratsbestände weitgehend unverändert.
Palmöl, der mit Soja zweite Marktführer im Sektor der pflanzlichen Öle soll in den Hauptanbau-gebieten Indonesien und Malaysia (über 80 % Produktionsanteil) wieder größere Ernten einfahren. Die Gesamterzeugung wird auf gut 80 Mio. t geschätzt. Hohe Verbrauchssteigerungen insbesondere im Biokraftstoffsektor führen jedoch dazu, dass die Vorratsbestände leicht zurückgehen.