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08.15
11:32

BMEL: kleine Rapsernte in Deutschland infolge niedriger Anbaufläche und knapp durchschnittlicher Erträge

Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) legt Erntebericht 2015 für Raps vor.

Die deutsche Rapsernte ordnet das BMEL auf 4,99 Mio. t  (Vorjahr 6,24 Mio. t) um 20 % niedriger ein. Verantwortlich sind ein Flächenrückgang von knapp 8 % und eine Ertragsminderung von rd. 13 %. Die schwächsten Ernten wurden in Sachsen-Anhalt (-26,4%) in Baden-Württemberg (-25,3 %), in Thüringen (-24,9 %) in NRW (-24,7 %), in Hessen (-24,3 %) und in Bayern (-24,2 %) gemacht.  Glimpflich davon gekommen sind Schleswig-Holstein und Niedersachen mit Ertragsrückgängen von 7 bis 8 % jeweils zum Vorjahr.

Der Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt bestätigt durchschnittliche Erträge 2015. Die Rückgänge der Erntemengen sind im Bundesdurchschnitt fast deckungsgleich mit den rückläufigen Anbauflächen!

Die Rapsernten der letzten Jahre zeigen häufig starke Schwankungen auf. Das Rekordjahr 2014 lieferte Erntemengen über 6,2 Mio. t und das schwächste Jahr 2011 erreichte kaum 4  Mio. t.

Ursachen sind die Witterungsabhängigkeit und Beeinträchtigungen,die von Schädlingen herkommen. Das beginnt bereits bei der termingerechten Aussaat mit zu trockenen oder zu nassen Bodenverhältnissen im August. eines Jahres. Die Phase der auflaufenden Pflanzen kann bei zu ungünstigen  Wetter von Schnecken und/oder Insektenfraß bis zu Totalverlusten führen. Auswinterungsschäden und Spätfröste sind die nächstgrößeren Gefahren. In der Blüh- und Schotenbildungszeit  drohen Verluste durch Käfer und andere Insekten. Eine zu späte Ernte kann zum vorzeitgen Aufplatzen der Schoten führen

 Neben den Veränderungen der Anbauflächen von 1,4 bis 1,5 Mio. ha sind die Flächenerträge in 1. Linie für das Ernteergebnis von ausschlaggebender Bedeutung. Die Spannbreite reicht im bundesdeutschen Durchschnitt von 29 dt/ha im Jahre 2011 bis 44,5 dt/ha im Jahre 2014.

In den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Brandenburg reicht die Bandbreite der Hektarerträge von unter 25 dt/ bis zu 46 dt/ha.

Schwerpunkte des deutschen Rapsanbaus liegen in Mecklenburg-Vorpommern mit knapp 20 %  der Gesamternte. Große Ernten werden auch in Bayern, Brandenburg,  Sachsen, Sachsen.-Anhalt, Schleswig Holsten und Thüringen gemacht. Raps ist in den Marktfruchtbau-betonten Regionen die überragende Gesundungsfrucht in einer Getreidefruchtfolge.

Mehr als 60 % der Rapsernte wird zu Biodiesel verarbeitet.Der Rest überiedend zu Rapsöl, Margarine und Spezialprodukten , die über Lacke, Farben bis in die Kosmetikindustrie Verwendung  finden.

Die Aussaat für das kommende Jahr 2015/16 soll ersten Schätzungen zufolge kleiner ausgefallen sein.

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