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06.15
12:41

Geringe Rapsernten noch schwächer eingestuft

 Kleinere Rapsernte in Deutschland durch Niederschlagsmangel nochmal verringert

Das anhaltende Niederschlagsdefizit im weiten Teilen Europas setzt auch der Rapsernte zu.  Wasserknappheit in der entscheidenden Ertragsbildungsphase führt zu Reduktionen und zu einer schwachen Kornausbildung.  Anzeichen von Notreife werden zunehmend erkennbar.

Der deutsche Raifeissenverband (DRV) hat für Deutschland im Juni-Bericht  die deutsche Rapsernte auf 4,99 Mio. t heruntergesetzt. Die bisherige Schätzung lag bei über 5,3 Mio. t. Gegenüber dem Vorjahr mit einer geschätzten Ernte von 6,24 Mio. t wäre ein Rückgamg von rd 20 % zu veranschlagen.

Allerdings werden Zweifel am Vorjahresergebnis laut. Die aktuell festgestellten niedrigen Endbestände stehen nicht in Übereinstimmung mit den laufenden  Verarbeitungszahlen. Im Gegensatz zum Getreide gibt es bei Raps keine „Besondere Ernteermittlung“ mit stichprobenweiser Ertragsfeststellung. Dadurch entstehen größere Schätzfehlerspannen.   

Die schwache deutsche Rapsernte dieses Jahres wird durch eine  um 6,4 % geringere Anbaufläche und durch eine 14 %-ige Verringerung der Hektarerträge verursacht.

Die größten Rückgänge mit rd. 30 % werden für Baden-Württemberg und Bayern ausgewiesen. Der Anbaurückgang ist doppelt so groß wie im Bundesdurchschnitt.

Verringerungen der Ernteergebnisse um die 25  % werden Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen prognostiziert. Dagegen werden für Brandenburg die Erntemengen nur um 9 % niedriger eingestuft. Der Flächenrückgang in diesem Bundesland ist nur gering ausgefallen.

Auf internationaler Ebene wird mit einem deutlichen Rückgang der Rapsernten gerechnet. In den übrigen EU-Ländern wirkt sich die Trockenheit in ähnlicher Weiese wie in Deutschland. . In Kanada werden die Canola-Ernten durch fehlenden Niederschlag und Spätfrösten beeinträchtigt. Das Wetterphänomen EL Niño wird schon jetzt erkennbar zu einer kleineren kanadischen Ernte unterhalb der 3 Mio. t Marke führen.

Die bisherigen Rapskurse zeigen eine sehr stabile Tendenz. In der EU werden die Rapspreise durch die Eurokurse wesentlich mitbeeinflußt. Allerdings bleiben die Rapsnotierungen im vorgegebenen Rahmen der Konkurrenz von Palmöl, Sojaöl und den Ölschroten.

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