23.
07.13
18:08

Herkünfte der EU-Eiweißfuttermittel haben sich verändert

Importe aus USA massiv zurückgegangen - GVO spielt entscheidende Rolle

Der Eiweißverbrauch pflanzlicher Herkunft wächst in der EU nur noch in kleinen Schritten. Der wesentliche Antriebsfaktor die europäische Tierhaltung nimmt nicht mehr so stark zu wie in früheren Jahren. Außerdem werden die Futterverwertungen der Tiere  immer besser.

Ein grundlegender Wandel ist jedoch in der Herkunft der Eiweißfuttermittel eingetreten. Vor gut einem Jahrzehnt bestand 80 % der pflanzlichen Proteine aus Sojabohnen, heute beträgt der Sojaanteil nur noch 70 %. Erheblich zugelegt haben Rapsschrot aus EU-eigenem Anbau und  Sonnenblumenschrot aus osteuropäischen Importen wie Russland und der Ukraine.   

Aber auch der Bezug der Sojabohne hat sich grundlegend geändert. Die EU-Importe sind von 18 Mio. t auf 12 Mio. t geschrumpft. Während Anfang des 2. Jahrtausend noch jeweils 40% der Bohnen aus den USA und Brasilien kamen, stammen heute kaum noch 20 % aus den  nordamerikanischen Staaten. Die prozentualen Marktanteile hat Brasilien zwar halten können, nicht aber das Volumen, das gegenüber früheren Jahren von 9 auf 6 Mio. t  gefallen ist. Der große Teil der verlorenen Marktanteile ist zugunsten anderer Länder gegangen, allen voran nach Argentinien.  

Der Ursache der veränderten Handelsströme besteht in der EU-Importbegrenzung für GVO-Soja. Während in den USA kaum noch GVO-freies Soja oder für die EU GVO zugelassene alte Sorten angebaut werden, gibt es auf dem südamerikanischen Kontinent immer noch Bezugsmöglichkeiten. Diese sind jedoch nur beschränkt verfügbar und entsprechend teuer zu bezahlen. Demzufolge werden andere Eiweißträger relativ wettbewerbsfähiger. Dennoch reichen sie nicht an die Eiweißqualität der Sojabohne heran, sondern sind als Mischungspartner insbesondere in der Rinderhaltung gefragt. Die steigende Herstellung der für eine hohe Eiweißwertigkeit fehlenden synthetischen Aminosäuren Lysin und Methionin eröffnet den weniger wertvollen Eiweißträgern eine zunehmende Einsatzchance.

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