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12.14
10:29

IGC prognostiziert vorübergehenden globalen Versorgungsrückgang auf dem Rapsmarkt

IGC-Schätzung: 2015/16 starker Rückgang der globalen Rapserzeugung

Der internationale Getreiderat sieht in seiner jährlichen Vorschau auf die mittelfristigen Marktentwicklungen einen erheblichen Einbruch in der weltweiten Produktion von Raps. Die Ursachen werden auf einen Rückgang der Anbaufläche und der Annahme wieder  durchschnittlicher Flächenerträge zurückgeführt. Die witterungsbedingt günstigen Vorjahre in Kanada und der EU werden sich so schnell nicht wiederholen. In beiden Regionen erfolgt fast 60 % des weltweiten Rapsanbaus. Für die EU spielt der fehlende Einsatz von bestimmten wirksamen Insektiziden eine auschlaggebende Rolle.

In den nachfolgenden Jahren ab 2016/17 wird wieder von einem gleichmäßigen Wiederanstieg der Rapserzeugung ausgegangen. Entscheidend ist dabei die Anbaufläche, während die durchschnittlichen Hektarerträge nur eine untergeordnete Rolle für das steigende Ernteergebnis bilden.

Der große Exporteur von Raps bleibt Kanada mit rd. 8 Mio. t mit einem Handelsanteil von rd. 60 %. Die übrigen Ausfuhrländer wie die Ukraine und Australien schwanken zwischen 0,5 bis 1,7 Mio. t je nach Ausgang der jährlichen Rapsernte.

Der Rapsverbrauch passt sich weitgehend der jährlichen Erzeugung an. Die Verwendung für den Nahrungsmittelverbrauch wird in China weiter ansteigen. Die chinesischen Importe werden auf einem leicht steigenden Niveau von 4,5 Mio. t geschätzt. Japans Einfuhren stagnieren bei rd. 3 Mio. t. Die Europäische Union wird ebenfalls auf 3 Mio. t Einfuhren veranschlagt. In der EU ist die Verwendung von Raps für die Biodieselherstellung der dominante Faktor. Gleichzeitig gelten strenge Regeln für GVO-Raps beim EU-Import.

Die hohen Überhangbestände der jüngsten Vergangenheit werden in den nächsten Jahren systematisch abgebaut. Ein komfortabler Vorratsbestand wie in 2013/14 bzw. 2014/15 soll erst wieder näherungsweise im Jahre 2019/20 erreicht werden. Die Rapsversorgung wird in den nächsten Jahren deutlich enger ausfallen.

Allerdings bestehen zwischen den Ölsaaten Austauschbeziehungen, so dass für die Markt- und Preisbeurteilung die übrigen Märkte eingezogen werden müssen. Insbesondere die beiden Marktführer Soja und Palmöl bestimmen Niveau und Richtung im Ölsaatengeschäft.  

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