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12.15
14:36

IGC: Raps mit begrenztem Wachstumspotenzial

Mittelfristige Projektionen des IGC zum Rapsmarkt

Der internationale Getreiderat (IGC) hat in seiner jüngsten Dez.-15-Ausgabe eine zurückblickende mittelfristige Analyse und anschließend eine Vorschätzung der Entwicklungen bis 2020/21 auf dem Rapsmarkt veröffentlicht.

Die Analyse der letzten 5 Jahre liefert starke Schwankungen der Rapserzeugung. 2011/12 wurden Ernten von 62 Mio. t erreicht, 2013/14 stieg das Ergebnis auf 72 Mio. t an und im laufenden Jahr werden nur 66 Mio. t geschätzt. 

Das globale Rapsangebot wird wesentlich durch die drei Regionen EU-28 mit rd. 22 Mio. t,  Kanada mit durchschnittlichen 15 Mio. t  und China mit 14 Mio. t geprägt. Die starken Schwankungen der zurückliegenden Jahre wurden insbesondere durch Kanada und der EU verursacht.

Kanada exportiert mehr als 55 % seiner Rapserzeugung in die asiatischen Importländer. Die EU muss rd. 10 % ihres Rapsbedarfs unter den schwierigen Bedingungen der GVO- Zulassungsregeln aus einer Mehrzahl kleiner Lieferstaaten importieren. China muss zur stagnierenden Eigenerzeugung rd. 30 % des Rapsverbrauchs einführen.  

Mit gedämpfter Entwicklung passt sich die Verbrauchskurve an. Die vorübergehend gestiegenen Endbestände werden im laufenden Jahr wieder massiv abgebaut.  

Die typischen Ernährungsgewohnheiten einer steigenden asiatischen Bevölkerung und steigenden Einkommen haben zu einem moderaten Konsumzuwachs beigetragen. Auf der Verwendungsseite bewegt sich der  Anteil des Rapsöles zur Biodieselherstellung nur noch in begrenzt engen Rahmen der Beimischungsverpflichtung.

Für die kommende 5-Jahresperiode bis 2020/21 schätzt der IGC die Wachstumsraten nur noch halb so hoch ein. Nachfrage und Angebot sind weitgehend ausgeglichen. Der IGC geht nur von einem geringen Vorratsaufbau aus.

Die Produktionssteigerungen stoßen an Grenzen einer knappen Flächenverfügbarkeit und weitgehend ausgeschöpften Fruchtfolgen. China hat sich politisch für den Ölsaatensektor schon vor Jahren auf den Import eingelassen und hält sich nur noch am Status quo fest.

Auf der Nachfrageseite setzt der gefallene Rohölkurs weiteren Ambitionen auf Biodieselherstellung aus pflanzlichen Ölen enge Konkurrenzgrenzen.   

Der IGC versteht seine Projektionen als eine mögliche Durchschnittsentwicklung, die in Einzeljahren durch witterungs-, währungs- und politisch bedingte Besonderheiten unterschiedlich ausfallen können.  

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