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06.15
11:13

IGC-schätzt hohe Sojaernte

IGC:  Neue Juni-2015-Schätzung der Welternte an Sojabohnen  2015/16

Die monatliche Ernteschätzung des internationalen Getreiderates (IGC) für den Sojabereich weicht im Ergebnis nur unwesentlich von der Mai-Schätzung ab, enthält aber einige neue interessante Feststellungen.

Die globale Sojaernte hat der IGC mit 316 Mio. t unverändert zur letzten Mai-Schätzung gelassen.  Der weltweite Verbrauch soll um 1 Mio. t höher ausfallen als in der Mai-Ausgabe.

Gegenüber der Rekordernte des  Vorjahres  wird das Produktionsergebnis um rd. 5 Mio. t  niedriger ausfallen. Dagegen wird der Verbrauch um 9 Mio. t höher eingestuft. Die hohen Überlagerungsbestände sorgen für den notwendigen Ausgleich. Die globale Versorgung liegt immer noch über dem mehrjährigen Durchschnitt.

Interessant sind die Einzelergebnisse der wichtigsten Produktions- und Verbrauchsgebiete. Die argentinische Ernte im Frühsommer  2015 wurde jetzt endgültig auf 61 Mio. t festgesetzt (Vorjahr 53,4 Mio. t). Auch die brasilianische Ernte erreicht mit 96 Mio. t (Vorjahr 86,1 Mio. t) Rekordniveau. Paraquay liegt mit 8,6 Mio. t im oberen Mittelfeld. Aus Südamerika  stammen mit 165 Mio. t mehr als die Hälfte der Welterzeugung

Die im Herbst 2015 anstehende Sojaernte in den USA wird trotz absehbarer Kürzungen der Aussaatfläche und möglichen witterungsbedingten Beeinträchtigungen der Flächenerträge weiter auf knapp 105 Mio. t (Vorjahr 108 Mio. t) geschätzt.

Auf der Verbrauchsseite steht China mit 87 Mio. t bzw. mehr als ein Viertel der Weltmenge  an vorderster Stelle. Dazu werden bei geringer Eigenerzeugung rd. 75 Mio. t Sojabohnen je Jahr eingeführt.  Die jährliche Steigerung in den letzten Jahren lag bei 3 bis 5 Mio. t.

Für das laufende Jahr  ist noch mit hohen Risiken aufgrund des  El Nino-Wetterphänomens zu rechnen.  Die  bisherigen Schätzergebnisse sind unter dem Vorbehalt von noch nicht absehbaren Erntebeeinträchtigungen im Herbst 2015 zu betrachten.  Die südamerikanischen Ernten sind dagegen bereits unter Dach und Fach.

Die Sojakurse haben ihre monatelange Talfahrt beendet und eine Trendwende begonnen. Wesentlicher Antriebsfaktor sind die witterungsbedingten be- und verhinderten Bestellungsarbeiten in den USA

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